Kategorie-Archiv: Ausrüstung

New School

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Man kann ja nicht immer nur mit Ruten und Rollen aus den 60ern, 70ern und 80ern fischen, ab und zu muss auch mal was feines, neues ins Haus.

Mein Freund Stephan vom Angelspezi-Heide hatte da was ganz tolles für mich: Eine Rive Matchrute in 4,80m Länge. Meine 14-füßige Fox ist zwar schon ganz nett, aber da mir der Spitzenring inkl. einiger Zentimeter Blank verlustig gegangen ist, und ich eh mal was etwas längeres ausprobieren wollte, musste jetzt mal direkt was noch längeres einziehen. Also habe ich gestern zum ersten Mal am Wasser diese Schönheit ausgepackt:

Ganz feines Gerät das! Saubere Wicklungen, der Kork ist auch sehr fein gearbeitet, auch die Beschriftung kommt sehr fein daher. Die dreiteilige Rute ist angegeben für Wurfgewichte von 6 bis 25g, und hat einen sehr feinen Blank. Didier Delannoy hat seinen Namen da wirklich für ein feines Teil hergegeben. Mit ihrerer Transportlänge von 1,70m wird die Gerte in einer stabilen Röhre geliefert, die Rute selbst ist nochmal in einem feinen Futteral eingeschlagen.

 

Für den klassischen Ansitz mit Waggler und Co. ist noch eine Browning Matchrolle dazugekommen, dazu aber an anderer Stelle mehr. Da ich gestern mal wieder mit Brot an die Au wollte musste standesgemäß die Kingpin aufgesattelt werden.

Passt!

Die Rute ist aufgrund der Länge selbstverständlich etwas Kopflastig, da ich da ja keine 5000er Feederrolle draufschnallen werde. Durch den schön langen Reargrip lässt sich die Rute beim trotten aber sehr gut unter dem Oberarm fixieren. Das Gewicht von 245g ist echt ein Traum, das geht sicher auch über mehrere Stunden gut ohne dass man sich da einen Wolf buckelt.

Gestern war zwar sehr viel Wasser in der Au, aber die Schleuse war wohl dicht, daher gab es am Anfang erst einmal überhaupt keine Strömung. Nun denn, an Stelle des Brotes einige Maden ins Wasser, zwei auf den Haken, und ab damit. Der 4×4 Alloy Stick ließ sich sehr gut rausschlenzen, mal sehen, wie das bei dieser großen Anzahl an Ringen (17 meine ich) mit leichteren Sticks funktioniert.

Schon nach wenigen Minuten konnte ich diesen kleinen Kämpfer rausheben, viele weitere in der Kategorie sollten folgen.

Unterschiedliche Tiefeneinstellungen sind bei knapp 1m Wassersäule jetzt nicht drin, darum zuppelte ich einfach weiter Plötz um Plötz aus dem Wasser, war ein sehr kurzweiliges fischen. Auch Fische dieser Größe machen echt Spaß an der Rute. Sie gibt sehr schön nach, ist absolut kein Brett. Da nach einiger Zeit auch die Tore Richtung Nordsee geöffnet wurden kam eine leichte Strömung auf. Ich habe also mal einige Zeit mit Brotflocke geangelt, in der Hoffnung, dass mal ein Aland einsteigt. Aber es gingen weiter nur Plötzen an das Brot, und saugten es sich vom Haken runter. Also nochmal umgesattelt auf Made, und etwas tiefer gestellt, so dass die beiden Maden am 14er Tubertine S808 ganz leicht über den Grund schleifen. 

Nach einiger Zeit tauchte der Stick dann weg, und die Rute wurde mal etwas in Anspruch genommen. Ich habe mal versucht, die Biegekurve im Drill festzuhalten.

 

Ist jetzt kein Meisterfoto, aber zeigt die Spitzenaktion, und dass da noch einiges an Reserve drin steckt. Hintergrund dieser Aktion war dieser kleine Schleimer, der sich dann mal kurz in den Kescher gelegt hat.

 

Das packt die Rute absolut locker weg, das "strong" passt hier auf jeden Fall. Aber sie ist eben auch nicht zu strong. Ich habe ja hier (leider) nicht mit Barben oder größeren Döbeln zu rechnen, mit den Au-typischen Alanden und Bräsen wird diese Rute aber garantiert keine Probleme bekommen, und auch mal einen Satzkarpfen oder eine Schlei hervorbringen. Und sollte mal eine Meerforelle beim aufsteigen Hunger bekommen mache ich mir da auch keinen Kopp, wird garantiert ein lustiger Tanz.

Wer also auf der Suche nach einer langen Matchrute ist, die sowohl bei kleinen als auch bei größeren Weißfischen richtig Spaß macht, scheint mit der Rive R744 eine gute Möglichkeit zu haben. Waren jetzt zwar nur zwei Stunden gestern, aber ich denke, der erste Eindruck wird sich bei weiteren Einsätzen verfestigen und bestätigen.

 

 

 

Fusselkram

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Nee, keine Angst, ich werde jetzt nicht damit anzufangen, mich nur noch über Schnurklassen zu unterhalten, und mit einer Wedelpeitsche an der Au den Plötzen nachstellen. Aber grundsätzlich ist ja an Fusseln erstmal nix auszusetzen, vor allem, wenn man sie an einer richtigen Angelrute fischt. 🙂

In Verbindung mit Jigs sehen die sogar richtig geil aus. Zumindest dürften die Räuber in meiner Au diese Art Köder mit ziemlicher Sicherheit noch nicht kennen, und darum will ich mal sehen, ob sich damit was bezahntes hinter dem Ofen hervorlocken kann.

Hauptsächlich werden die Dinger wohl bei den Au-Hechten Anklang finden:

 

Vielleicht bleibt aber auch mal ein Zanderle hängen, mal sehen, wie die Baits sich animieren lassen.

 

Wenn damit gar nix geht, geht hoffentlich wenigstens ein Aland auf die kleinen Flohfürze:

Wie man der unauffällig platzierten Karte entnehmen kann, habe ich mir die Dinger bei Frank in Kiel besorgt. Es ist unglaublich, was der sich alles einfallen lässt, und wie erfolgreich er mit seinen Ködern unterwegs ist.

Wollen wir dochmal sehen, ob die besser rocken als die ganzen Plaste-Teile 🙂

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Nicht nur den Plötzen…

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…kann man mit altem Gerät nachstellen. Ich will das auch unbedingt mal mit der Spinnrute probieren. Nur leider hatte ich noch keine. Bis gestern.

Heute morgen wurde das Schätzelein ausgepackt. Angeschafft ganz speziell für die Moorhechte in Ostrohe/Süderholm. Da reicht eine leichte Spinne aus, denn die Fische sind in den seltensten Fällen mal über 80cm groß.

Gefischt wird die Rute mit der Garcia Mitchell 300, da kommt eine etwas stärkere GTM drauf, und dann wollen wir mal sehen was geht :-). Leider wird es bis zum ersten Einsatz noch etwas dauern, da ich erst ab dem 01.08. wieder damit ins Moor darf…

 

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Neuer alter Kram

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Ich habe mir ja in den letzten Monaten die ein oder andere ältere Matchrute zugelegt (Bruce & Walker und sowas), um damit an der Au entlang zu trotten. Aber trotten geht nicht immer, manchmal muss aus auch ein gepflegter Ansitz sein. Da ich dann mehr Wurfweite brauche ist mit den Pins nicht viel zu reißen, da muss was stationäres her.

Irgendwie hat es mir aber nicht gefallen, moderne" Rollen wie meine Balzer MTX oder die Shimano AX in die Schieberollenhalter dieser alten Teile zu pflanzen. Also schleiche ich schon seit geraumer Zeit auf ebay rum, und letzte Woche ist mir ein Schnäppchen gelungen.

Zwei Rollen aus dem Hause Mitchell, eine 304S und eine 300, sind heute eingezogen:

Mitchell 304S

 

Morgen geht's nach Heide zu Georg von Angeln und Pokale um die Rollen mit Schnur zu füllen, und am Wochenende muss ich sie dann zum Einsatz bringen. Da die Au noch dicht mit Eis ist werde ich wohl an den großen Graben fahren…

 

Kategorie: Ausrüstung

Mit der Pin den Räubern hinterher

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Pin-Fischen fixt an. Wie Sau. Ich war schon seit Wochen nicht mehr mit dem Spinn-Kram am Wasser. Die letzte Zeit eigentlich immer mit der feinen Pin und der Matche den Alanden hinterher.

Da ich eine weitere Rolle von DAM ergattern konnte, die allerdings weitaus robuster daherkommt wie die Quick Shadow, wollte ich an diesem Wochenende mal sehen wie das mit der Hechtangelei so funktioniert. Also ein paar Köfis aus der Truhe genommen und ab an die Au. Zum Glück hat es gestern etwas geregnet, so dass wenigstens ein ganz leichter Zug  gewesen ist.

Also den Proppen auf die Leine, einen kleinen Köfi ans Stahlvorfach gefädelt, und ab in die Brühe damit.

 

Die Rolle ist eine DAM Ever Ready 4200, die 115mm Ausführung wurde zwischen 1954 und 1965 gebaut.

Das Ding wiegt ordentlich, was unter anderem an dem Bakelit liegen wird aus dem die Rückseite gefertigt wurde.

Die Rolle passt aber Prima auf die alte Karpfenrute die ich noch habe. 3,60m lang, eine Testkurve von 2,5lbs und ein Wurfgewicht von 20 bis 60g.

Dürfte auf jeden Fall für meine Mielehechte ausreichen.

Leider hat heute keiner Lust auf eine alte Plötz gehabt. Ich muss mir mal kleinere Köderfische zulegen, vielleicht hat da dann auch mal ein vernünftiger Zander Lust auf einen Appetithappen.

Übrigens habe ich mir in UK schon ein paar feine Gazette Proppen geordert, wenn die da sind sag ich Bescheid…

 

Die feine englische Art…

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Also, ich habe ja seit zwei Wochen Urlaub. Diese zwei Wochen haben wir zum großen Teil in unserer Wohndose an der Ostsee verbracht. Und dort habe ich mir in Ruhe den ersten Teil der Filmreihe A Passion for Angling angesehen, und war sehr angetan von der Einfachheit mit der diese very british Fishermen an die Sache herangehen.

Ich bin und bleibe ein Proppengucker. Ich liebe es einfach eine Pose zu beobachten, zu warten bis es zuppelt und dann den ein oder anderen Silberling an Land zu begrüßen.

Aber der Aufriss beim Ansitz. Stuhl/Plattform, Rutentasche mit zwei bis drei Ruten, Setzkescher, Schirm, Futtereimer, Tackelboxen, ach was weiß ich was ich noch immer alles mitschleppe. Am auserkorenen Platz angekommen, muss erstmal Futter gemischt und ein Platz angelegt werden, bis man ans Fischen kommt sind locker 30 bis 45 Minuten erstmal mit dem Auf- und Anrichten verbaselt. Ja, das macht auch Spaß, aber nur wenn man dann auch etliche Stunden an dem Platz bleibt. Und wenn man trotz Futter die Brüder nicht an den Platz bekommt geht man auch mit all dem Gerödel mal ohne Fang nach Hause. Aber erst nachdem man den halben Hausstand wieder zum Auto gekarrt hat.

Und was machen diese Briten da? Die gehen mit fast nix los und fangen sich die Nase wund. Dieses Filmchen hat mich dermaßen begeistert, das ich einige Tage nix anderes auf Youtube gesehen habe als Filme zum Thema Trotting, Webseiten durchstöbert und so einiges gelesen habe.

 In "meiner" Miele habe ich zum Glück einen recht ordentlichen Bestand an Weißfischen, und da der Graben normalerweise als Fließgewässer eingestuft werden kann war der Weg zum Ziel dann recht kurz.

Um den Geschmack abzurunden muß man diese Methode aber mit der richtigen Rolle fischen. Fix eine Centre Pin ausgesucht und bestellt, heute frische 0.18er monofile Schnur aufgespult und ab an die Au.

So sah heute das gesamte Material aus das ich mit an die Au "geschleppt" habe:

Ja, mehr braucht man tatsächlich nicht:

Neben den obligatorischen Papieren ein paar Hakenhefte mit Haken in den Größen 12 bis 18, meine rote Polbrille damit ich den Proppen auch auf Distanz vernünftig erkennen kann, ein paar Posen und einen Satz Klemmbleie (nicht lachen, ich kenne die englischen Maßeinheiten noch nicht auswendig, darum stehen die Gramm-Angaben mit auf der Kiste), eine Zange, Hakenlöser, Schere, Messer, Handtuch. Da ich mit 0.18er Mono unterwegs war und die Tubertini-Haken eh gebunden sind kann das FC nächstes Mal auch daheim bleiben.

Dazu ein Kescher, meine 14-Fuß Fox Vario Match, und die neue Rolle, eine DAM Quick Shadow Centre Pin:

Und womit will ich die Fische überzeugen? Genau, mit Weißbrot. Etwas Brotpampe im Eimer zum locken und ein halbes Kastenbrot zum rausbröseln der Hakenköder.

Und das war es. Damit ausgestattet habe ich mir den ersten Spot ausgeguckt.

Schnell die Pose ausgelotet, eine Hand voll Brotmatsch ins Wasser und die Montage hinterher. Das war es. Ab jetzt wird gewartet bis ein Fisch dem Brot nicht wiederstehen kann.

Na, wer findet den Proppen:

Das geniale is nämlich, wenn sich nach 'ner halben Stunde nix tut packt man seine sieben Sachen und geht zum nächsten Platz. Einfach so.

Ja, und beim dritten Platz war es dann soweit. Der Proppen taucht weg, und ich durfte meinen ersten Fisch mit der Centre Pin drillen. Ein wunderschöner Aland war heiß auf das Brot.

Knapp 40cm hatte der Bursche, das macht einen unglaublichen Spaß an dem feinen Geschirr.

Ja, ich bin voll infiziert von der feinen englischen Art. Ich will es in der kommenden Woche auch unbedingt mal mit Maden ausprobieren um ein paar Rotaugen oder auch mal 'ne Bräse zu erwischen.

 

Weitwurfwunder: DUO PressBait

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Chris von S.W.A.T.-Fishing war so nett mir für meinen Besuch an der Ostsee am letzten Wochenende zwei Hardbaits aus dem Hause DUO zur Verfügung zu stellen. Hier kommt jetzt endlich ein Review zu den Baits.

Es geht um den DUO PressBait Fusion 90. Wie es der Name erahnen lässt ein Köder von 90mm Länge. Auf diese 90mm verteilen sich 31g Kampfgewicht. Die Verarbeitung der Baits ist erstklassig:

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Da isser. DUO PressBait Fusion90 in der Farbe Sardine

Aber die Teile sehen nicht nur gut aus.

Die Wurfeigenschaften sind phänomenal. Ich habe sie an einer InifinityQ JiggerSpin (-35g) und einer Penn Sargus gefischt. An der 0.15er Berkley NanoFil fliegen die Dinger bis zum Horizont. Was ich total genial finde: Wenn man beim ausholen mal richtig durchzieht aber nicht 100% perfekt ausgependelt hat sieht man richtig wie sich der Bait auf den ersten Flugmetern einpendelt, dann ausrichtet und dann wie eine Rakete seine Bahn zieht. Die zu erreichenden Wurfweiten sind der Wahnsinn

Aber auch der Lauf überzeugt. Wenn man das richtige Einholtempo gefunden hat zieht der PressBait eine etwas weitere Bahn als z. B. ein Hansen Flash oder ein Spöket. Dabei läuft er wie auf Schienen. Kurze Spinnstopps werden mit einem unberechenbaren Absinken belohnt, mal fällt er dabei leicht zu einer Seite, mal fällt er wieder ein kleines Stück zurück.

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Hier nochmal die Sardine mit der "Schwester" in Solid Pink Back

Leider wurde ich am letzten Wochenende nicht mit einer Meeres-Trutte belohnt. Das Wetter war nicht wirklich MeFo-Wetter. Kaum Wind, die Eckernförder Bucht lag vor mir wie die heimische Badewanne.

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Aber die Baits haben einen festen Platz in meiner Me-Fo Box bekommen und ich bin fest davon überzeugt das die mir noch den ein oder anderen Fisch bringen werden.

 

Mehr Informationen:

S.W.A.T.-Fishing

DUO Germany

DUO Japan

Kategorie: anderswo, Ausrüstung

Da ist doch was im Bush

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Im letzten Jahr bekam ich die Gelegenheit an einem Produkttest von "Der Raubfisch" teilzunehmen. Es ging um einen Langzeittest der Spinnerbaits DA' Bush aus dem Hause Savage Gear.

Beim Auspacken war ich schon positiv überrascht von der Verarbeitung. Ich habe einen knapp 1 Unzigen Spinnerbait bekommen der sich auf keinen Fall hinter weitaus teureren Kollegen wie dem Pearsons's Grinder o. ä. verstecken muss. Der Kopf ist zweifarbig lackiert, die Augen sind nicht nur aufgeklebt sondern richtig eingearbeitet.

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An Stelle von Silikon wird bei diesem Teil das Geflimmer von so einer Art Lametta übernommen. Dadurch hebt sich der SB auch etwas von vergleichbaren Ködern ab, für mich macht es ihn noch interessanter. Das Lametta spielt im Wasser perfekt und plustert sich schön auf. Dazu kommt der Flimmer-Reflex durch Lichteinfall. Sehr gut.

Ebenfalls sehr gut gefällt mir die stabile Öse zum einhängen. Da muss man nicht mit Schrumpfschlauch oder Gummi frickeln sondern kann den SB super in einen Snap hängen ohne Angst haben zu müssen das sich ewig was vertüddelt.

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Der stabile Einzelhaken steht, wie es sich für einen Hechtköder gehört, schön weit nach hinten raus, ich hatte nicht einen Fehlbiss auf den Köder.

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Die Blätter drehen wie Teufel. Selbst in den Absinkphasen fangen sie an zu drehen, und bei leichtestem Zug bauen sie einen gehörigen Druck auf, genau das was man von Blades der Größe 8 erwartet. Das Colorado Blade ist über einen leichtläufigen Tonnenwirbel und einen Snap eingehängt, das Willow Leaf läuft direkt auf der Achse. Da man dran gedacht hat auf der Achse einen Schutz gegen das "ganz nach oben rutschen" anzubringen halten die Blätter die Position auch bei starkem Zug. Auch beim langsamen Einholen drehen die Blätter sich frei und schnell.

Durch das Kopfgewicht von einer Unze lässt der Köder sich ordentlich werfen. Klar sind die Flugeigenschaften jetzt nicht so herausragend wie bei einem Hardbait, aber für einen Spinnerbait Top. Auch hier hilft sicher das teilfixierte Willow Leaf. Auch nach Gewaltwürfen vertüdelt sich da nix.

Ich habe den Köder jetzt mehrere Monaten immer wieder mal dabei gehabt. Mal musste er in der Box trocknen, mal an der Wand. Trotzdem ist kein Anflug von Flugrost zu entdecken, weder an Bügel und Achse, noch an Wirbel oder Haken. Erstklassiges Material halt. Ich habe ein paar kleine Hechte von 40 bis 75cm damit überlisten können, ich bin mir aber sicher das der Köder auch einige Großfische problemlos übersteht.

 

Das Ding hat von mir eine glatte Note "Sehr gut" erhalten. Verarbeitung, Laufeigenschaften und ein Preis in Höhe von 11,95EUR machen ihn zu einem absoluten Nachkaufprodukt. Ich werde mir auf jeden Fall noch zwei weitere Farben zulegen.

 

Als Schmankerl gab es beim Test übrigens noch einen Musky Bucktail Spinner von Savage Gear (DP Spinner) dazu. Ebenfalls mit dem Lametta als Flimmerzeug, zwei sechser Blades zum Druckaufbau und einem fixierten, stabilen Drilling zum Haken. Der DP Spinner hat mich allerdings nicht so überzeugt, hier stehe ich eher auf klassische Bucktails mit Haaren an Stelle des Lametta. Der Köder braucht einen gehörigen Anzug um in Fahrt zu kommen, bei zu langsamer Einholgeschwindigkeit hören die Blätter dann schonmal auf zu drehen. Ich werde dem Köder in der nächsten Saison aber trotzdem einige Chancen geben wenn ich mal wieder auf einen See rausfahre, denn da kann er in verschiedenen Schichten angeboten werden.

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Der Drilling ist über einen stabilen Schlauch fixiert:

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Weblinks:

 

 

Kategorie: Ausrüstung

Watbuxentest

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Meine alte Watbux kommt ja jetzt in die Tonne. 4 Jahre hat sie mich begleitet, mittlerweile sind sicher 5 Tuben Auqa-Sure drauf und das Ding ist immer noch nicht dicht.

Also war ich letztens beim Fachhändler meines Vertrauens :-), dem Angelspezi-Laden von Georg Wahle in Heide. Nach ausgiebieger Beratung hat er mir die DAM Steelpower Red empfohlen. Laut Hersteller eine "Heavy Duty" Wathose für Extremangler. Passt also perfekt für mich.

Die größte Version ist die mit einem Stiefel in 46/47. Passt ebenfalls perfekt auf meine Mauken. Zum Glück habe ich in den letzten Monaten ein paar Kilo verloren. Mit zu großer Plauze kommt man in die Hose nicht rein. Mir passt sie aber wie auf den Leib geschnitten.

Bilder davon gibt es übrigens keine, ihr Geier. Ich sehe trotzdem aus wie eine große Leberwurst in dem Teil. Aber aus optischen Gründen kauft man so ein Ding ja nicht.

Anfang dieser Woche habe ich sie abgeholt, wirklich brauchen werde ich sie wohl erst im März/April bei der Truttenjagd. Aber weil ich sicher gehen wollte das sie wirklich dicht ist bin ich gerade mal für 2 Stunden an den Speicherkoog gefahren.


Größere Kartenansicht

Also rein in die Pelle und ab ins Wasser. Da die angeschweißten Stiefel keine weiteres Futter aufweisen habe ich vorsorglich zu meinen normalen Socken noch zwei paar Dicke Wollsocken angezogen, die Stiefelgröße fällt recht großzügig aus, da passt das prima.

Weil ich nicht einfach nur durchs Wasser laufen wollte habe ich natürlich auch eine Rute und ein paar Hardbaits mitgenommen. Kann ja sein das eine gelangweilte Meerforelle oder ein Dickbarsch da herumeiert.

Die Fox Rage Voyager auf den Buckel, in der Bauchtasche habe ich mein iPhone im Lok-Sack und die Olympus Kamera, den Watkescher eingehängt und ab in die Brühe. Es wehte heute eine stramme bft 5 Brise mit Böen so an die 50 km/h, bei so eingen Wellen hat es mich ganz schön geschaukelt.

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Ich bin zwei Stunden im Wasser gewesen. Die Hose ist zu 100% dicht und das 5mm Neopren hält den Körper perfekt warm. Das die Brusttasche nicht dicht ist habe ich mir vorher gedacht, darum ja auch den LokSack und die Wasserdichte Kamera. Das einzige was nach zwei Stunden gestört hat waren die eiskalten Mauken. Aber es sind halt Gummistiefel. Ich werde mir auf jeden Fall noch ein paar Neopren-Socken dazu holen, dann hätte ich es auch noch locker zwei weitere Stunden ausgehalten.

Leider hat natürlich mal wieder kein Fisch einen meiner Köder nehmen wollen, aber bei dem Wind da mitten in dem Becken stehen hat echt was. Um einen rum der ein oder andere Surfer und sonst nix. Laut den Surfern sind auch einige Fische vor ihren Brettern gesprungen, aber so weit raus habe ich mich dann doch nicht getraut, zumal zwischendurch in dem Becken immer wieder kleinere Gräben sind bei denen es zum waten eh zu tief gewesen wäre.

Fazit: Die Büx ist ihren Preis auf jeden Fall wert. Die sehr gut versteiften Knie, hochwertiges Neopren, verstellbare Gurte und die dichten Nähte lassen mich auf einige Jahre ohne Klebstoff-Arien hoffen. Sehr praktisch ist das vor der eigentlichen Bauchtasche noch eine durchgehende Lage ist, so dass man beim knoten oder Köderwechsel den Rutengriff da durchschieben kann und nicht irgendwie mit unter den Achseln eingeklemmter Rute hantieren muss.

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Raubfischmesse Bremen

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Am vergangenen Wochenende hat in Bremen die erste Raubfischmesse stattgefunden. Das wollte ich mir nicht entgehen lassen und so haben wir uns zu dritt auf die Reise gemacht um mal zu sehen was es so neues gibt.

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Gleich vorweg: Viele Neuigkeiten hat man dort nicht zu sehen bekommen. Es handelt sich um eine Verkaufsmesse, und die Aussteller sind natürlich hauptächlich daran interessiert ihre Ware los zu werden. Trotzdem war es toll bei einigen Händlern mal direkt ins Sortiment greifen zu können, sich das ein oder andere Teil aus der Nähe anzusehen und vor dem Wurf in den Einkaufswagen mal im Wasserbecken zu beobachten.

Wir waren bereits kurz vor der Öffnung da, mit uns der ein oder andere Interessierte am Raubfischangeln.

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Wem es draußen zu kalt war der hat sich im Eingangsbereich mit Kaffee versorgt und auf die Öffnung der Tore gewartet

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Um 11:00 Uhr war es dann soweit. Die Türen wurden geöffnet und wir haben uns natürlich als erstes auf den Stand von Fabian begeben um uns mal anzusehen was Nippon-Tackle so alles im Aufgebot hat.

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Und es war schon toll. Neben einer großen Auswahl an Soft- und Hardbaits stand ein kompetentes und sehr nettes Team bereit um alle Fragen zu beantworten oder einige Köder im eigenen Wassertank zu präsentieren

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Der Stand von Fabian wurde auch die ganze Zeit über belagert, ich glaube am Abend werden die Kollegen sicher heiser gewesen sein.

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Aber es waren ja noch andere Aussteller da, u. a. ein Niederländischer Händler der Lund Boote verkauft. So ein Boot mit Trailer wäre schon was für mich, aber bei den knapp 22Kilo Euro Messepreis muss ich mir einiges einfallen lassen um meine Frau von der Notwendigkeit zu überzeugen. Aber schick ist es schon

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Neben Hard- und Softwbaits konnte man auch die ein oder andere Rute mal in die Finger nehmen. Vor allem die Jungs von Shadland waren gut aufgestellt. Dort konnte man etliche Stecken von St. Croix, Ever Green und Major Craft direkt in die Hand nehmen um ein Gefühl dafür zu bekommen.

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Die ganze Zeit über konnte man sich bequem zwischen den Ständen bewegen ohne zu großes Gedrängel und Geschubse.

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So ganz gefeit bin ich ja auch nicht gegen die Marketingbemühungen der Einzelhändler, und so haben einige Gummis den Weg in meine Köderkiste gefunden.

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Und hier konnte ich auch nicht dran vorbei. Ein weiterer Niederländer der seine selbstgegossenen Gummis dabei hatte. Ich bin mal gespannt wie die Gummis gegen die 6" Shaker bestehen werden.

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Zusammenfassend kann ich sagen das es ein netter Ausflug nach Bremen gewesen ist. Nicht um das neuste State-of-the-Art Tackle zu begrabschen, aber um nette Leute zu treffen, etwas zu fachsimplen und sich einfach gut zu unterhalten.

Ich hoffe sehr das die Aussteller zufrieden gewesen sind und das dieser Event zu einem festen Termin in den nächsten Jahren wird.