Bei Ostenwind…

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…da beisst kein Stint. Heisst es. Und am Samstag am Gieselaukanal ist diese "Wahrheit" ja auch halbwegs aufgegangen. 

Am Sonntag hat der Wind noch etwas kräftiger gepustet als am Samstag, aber im Moor kann man den Angelplatz so arrangieren, dass der Schirm den gesamten Wind fängt, und man angenehm Schwinge und Proppen betrachten kann.

Schnell war der Matrix Space Brolly aufgebaut, das Futter (Geers Gamma Feedermischung, zusätzlich etwas gerösteten Hanf) gemischt, der Proppen mit dem Wurm ausgebracht, und dann wurde auch schon das Körbchen geworfen. Aber in der ersten Stunde tat sich gar nix. Außer einem Schwanenpaar das sich die Sonne auf den Kopf scheinen ließ.

Dank der Schwingspitze mit dem verschiebbaren Gewicht ließ sich die Schnur trotz der immer wieder aufkommenden Böen sehr gut beobachten. 

Rechts von der Schwinge wieder die John Wilson Float, an der ich einen Waggler auf Grund gelegt habe. An der Rute tat sich gestern aber nix…

Aber so nach 'ner Stunde zuckte die Schwinge dann endlich. Den ersten Biss hatte ich verpeilt, die Maden kamen schön ausgelutscht wieder zum Vorschein. Aber nach dem nächsten Wurf und einigen Minuten warten zuckte es wieder, und ich konnte die erste Schönheit des Tages in Augenschein nehmen.

42cm, 1kg

Habe ich schon gesagt, dass die Schleienangelei echt Spaß macht?

Korb wieder raus, Pause. So nach 'ner halben Stunde konnte ich ganz vorsichtige Zupfer erkennen, aber zwei oder drei Anschläge gingen ins Leere. Immer wieder schön zwei Maden auf den 14er barbless Tubertini S808 und aufpassen. Dann, beim ersten Anzeichen eines Zuckens einen Anhieb gesetzt. Alter! Was ist das denn jetzt für ein Koffer? Der ging sofort in die Bremse, ohne dass ich Gegenwehr hätte aufbauen können. Vorsichtiges dagegenhalten brachte die Rute in einen gleichmäßigen Halbkreis, aber die Bremse surrte weiter. Bis auf einmal ein kurzer Ruck spürbar wurde, und ich das Körbchen ohne weitere Schwierigkeiten einholen konnte. Ausgeschlitzt. Der Haken war noch dran an der Montage, ich denke, da hat ein Karpfen sehr spitz gebissen und keine Lust auf eine Ufer-Tour gehabt.

Der hier durfte also leider nicht zum Einsatz kommen.

Egal, weitermachen. Nach wieder knapp 20 Minuten der nächste Biss, der nächste Fisch.

46cm, 1,5kg

Also am Wind kann es an diesem Gewässer nicht liegen…

Ich habe dann noch etwas weiter gefischt, und es kam noch eine kleine (38cm/850g) Schleie, eine Bräse und eine Plötz dazu

Apropos Plötzen. Die haben mich echt irre gemacht. Schon in der Absinkphase (sofern man bei einem Meter Wassertiefe davon reden kann) haben die sich an den Maden vergangen, ich hatte etliche Fehlbisse und nur noch Schlusen am Haken. Dann hat der Wind auch noch auf eine stetige bft5 bis 6 aufgefrischt, so dass ich mir gedacht habe "toppen kann den Tag eh nix mehr", eingepackt, und mich auf den Weg Richtung Wohnzimmer-Couch begeben habe.

 

Links:

– Matrix Equipment und das Gamma Feederfutter gibt es beim Angelspezi-Heide, bzw. dem Feedershop

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