Krawehl! Krawehl!

Veröffentlicht am von 0 Kommentare

Ich musste das einfach mal anbringen! 🙂

Heute mal wieder am Wehl in Barsfleth angesessen, laut Aussagen der Mitanglerschaft im Verein wohl eines der schwierigsten Gewässer, das den Vereinsmitgliedern zur Verfügung steht.

Dank des ehemaligen Deiches sitzt man auch bei West/Nord-West Wind recht gut geschützt am Wasser, und kann auch bei einer bft 4bis 5 mit feinem Gerät fischen. Diesmal habe ich einen kleinen 10mm Boilie an der Liftmontage angeboten, und eine neue Schwingspitze ausprobiert. 

Bei ebay ist mir eine Schwingspitze aufgefallen, die etwas anders gebaut ist als die, die ich normalerweise verwende. Und zwar wird an Stelle des Gummischlauches eine Stück etwas steiferer Kunststoff an der Gewindeaufnahme befestigt. Laut dem Höker handelt es sich um eine Variation on Fred Foster, sein Buch über die Schwingspitzenangelei "und weitere moderne Methoden" aus den 70ern ist gerade im Zulauf. Bin gespannt.

Da dieses Stück Kunststoff nicht hohl ist, verhält sich die Schwinge etwas anders als die normalen: Sie ist nicht ganz so Windanfällig. Auch bei einer kräftigen Brise lässt die Spitze sich sehr schön ausrichten.

Die Bissanzeige ist vielleicht nicht ganz so fein wie bei einem Stück Gummischlauch, aber trotzdem wurden auch die Bisse von den fingerlangen Plötzchen ordentlich angezeigt.

Da ich keine Maden und keinen Mais mehr hatte musste ich heute mal direkt mit mittelgroßen Dendrobenas anfangen. Und trotz des relativ großen Tubertint S808 in der 12er Version und einem bis zwei Würmern am Haken haben nur Plötzen und Plötzchen den Köder genommen. Zwischendurch gab es immer wieder mal Beisspausen.

An der Posenrute wie gesagt einen der handgemachten Waggler aus England mit der Liftmontage und einem Boilie ausgelegt.

Da sich mit der 10füßigen Milbro Prefect keine exorbitanten Wurfweiten erzielen lassen habe ich recht nah vor den Füßen gefischt. Wenn einer Lust auf Proppengucken hat, hier kommt einer:

Der Peacock hat zwar das ein oder andere Mal leicht gewackelt, aber zu einem hinlegen oder aufrichten hat es nicht gereicht. Egal. Im Fokust stand eh die neue Schinge.

Mitten in einer Beisspause habe ich noch ein paar Scheiben olles Toastbrot in der Tasche gefunden, und ich fand, es wurde mal Zeit die Brotausstecher von Middy zu verwenden. Also einen kleinen Kreis Toast ausgestanzt und angehakt, und das 10g Körbchen wieder auf Reisen geschickt. Und schon nach wenigen Minuten zuckte die Schwinge. Rute hoch, und man fühlte direkt das sich was besseres blicken lassen wollte. Au ja, endlich mal wieder eine Schleie. Vorsichtig über den Kescher bugsieren….jawoll….Zug von der Schnur…au, der Haken ist schon raus. Rute ablegen…..Mist! Der Fisch macht fett Bambule im Kescher, und weil ich das Tonkin Handle nicht überlasten möchte, lasse ich den Kescher wieder sinken. Diese Chance nutzt die Tinca und zieht Leine. Egal. Wird so um die 40 bis 45cm gehabt haben die Schöne, die bekomme ich schon nochmal zu Gesicht.

Bestätigt von der Köderwahl wird das nächste Plätzchen ausgestochen, und wieder dauert es nur Minuten bis die Spitze wieder schwingt. Diesmal konnte ich die Hübsche vernünftig keschern und zu einem Landgang überreden:

Hat so gerade an den 40 gekratzt das Mäuschen.

Danach war dann aber wieder Ruhe. Ich habe dann zwischendurch nochmal mit Wurm die ein oder andere Plötze verhaftet, aber weitere Tincas oder auch eine Bräse hatte dann keine Lust mehr.

Da morgen früh um 4 wieder der Wecker dengelt habe ich dann zusammen gepackt und mich auf den Heimweg gemacht…

Beim nächsten Mal muss ich unbedingt die Fibalite und ein paar Blinker mitnehmen. Ich bin mir sicher, dass an einer bestimmten Stelle im Wehl ein Hecht sein Unwesen treibt. Wollen wir doch mal sehen…

 

Für diejenigen, die nochmal wissen möchten, was ein Wehl ist:

 

 

 

 

Fusselkram

Veröffentlicht am von 0 Kommentare

Nee, keine Angst, ich werde jetzt nicht damit anzufangen, mich nur noch über Schnurklassen zu unterhalten, und mit einer Wedelpeitsche an der Au den Plötzen nachstellen. Aber grundsätzlich ist ja an Fusseln erstmal nix auszusetzen, vor allem, wenn man sie an einer richtigen Angelrute fischt. 🙂

In Verbindung mit Jigs sehen die sogar richtig geil aus. Zumindest dürften die Räuber in meiner Au diese Art Köder mit ziemlicher Sicherheit noch nicht kennen, und darum will ich mal sehen, ob sich damit was bezahntes hinter dem Ofen hervorlocken kann.

Hauptsächlich werden die Dinger wohl bei den Au-Hechten Anklang finden:

 

Vielleicht bleibt aber auch mal ein Zanderle hängen, mal sehen, wie die Baits sich animieren lassen.

 

Wenn damit gar nix geht, geht hoffentlich wenigstens ein Aland auf die kleinen Flohfürze:

Wie man der unauffällig platzierten Karte entnehmen kann, habe ich mir die Dinger bei Frank in Kiel besorgt. Es ist unglaublich, was der sich alles einfallen lässt, und wie erfolgreich er mit seinen Ködern unterwegs ist.

Wollen wir dochmal sehen, ob die besser rocken als die ganzen Plaste-Teile 🙂

Kategorie: Ausrüstung | Tags: , , , , , ,

Mit leichtem Gepäck unterwegs

Veröffentlicht am von 0 Kommentare

Gestern war ich mal wieder zum trotten an der Au. Wegen dem Herrentag habe ich mir eine Ecke ausgesucht, an der nicht so viel Trouble zu erwarten war, und die Rechnung ist aufgegangen.

 

Vorne auf der Strecke saßen zwei Allrounder mit Köfi und Würmern an, die hatten aber auch nur ein paar kleine Rotaugen. 

 

Ich war mal wieder nur mit der B&W unterwegs, Kescher, Kleinzeug, und etwas Toast- und Weißbrot. 

 

Leider war nur sehr wenig Zug auf der Au, der Stick wurde fast nur vom Wind vorangetrieben. Am ersten Platz den ich abfischen wollte lief die Brotflocke einige Swims durch, ohne einen Interessenten zu finden. Nur kleine Fingerlinge haben dran rumgezuppelt, aber nix verwertbares. Dann aber doch, die Pose sackt mit Schmackes weg, Rute hoch und Wiederstand. Aber komisch irgendwie. Nicht das Kämpfen eines Alands, aber auch nicht der LKW artige Abzug eines Karpfens. Auf jeden Fall was besseres. Der Daumen musste immer wieder mal einige Meter Schnur von der Trudex freigeben, aber jedesmal wenn es kurz davor war, den Fisch an die Oberfläche zu bekommen, ging wieder eine Flucht los. Ich dachte es mir beinahe, und als ich ihn dann endlich mal nach oben bekommen habe, war alles klar: Ein 70er bis 80er Hecht hatte Bock auf ein Stück Brot. Ich hatte ihn bestimmt 3 oder 4 Minuten an der Glasrute, den Kescherkopf schon im Wasser, aber an eine Landung war nicht zu denken. Und dann kam es wie es kommen musste, mit einem kräftigen Kopfschüttler ging das 0,18er Vorfach des Barbless Tubertini S808 dann durch. Hätte eigentlich schon früher passieren müssen, aber nun gut. 

 

Da der Platz jetzt erstmal hinüber war wieder einige hundert Meter Flussab gelaufen, und mich wieder ausgebreitet

 

Und wieder wurde etwas Brot gewässert, und nach einigen Swims war dann der erste Zielfisch am Band, und dieser hatte auch keine Chance und wurde ordentlich über den Kescher geführt.

 

Einen weiteren Platz habe ich dann noch abgefischt, aber außer ein paar Plötzen und einer kinder-Bräse wollte keiner mehr. Aber egal, ich hatte eine schöne Zeit am Wasser, den Zielfisch am Band, und weiß jetzt wo ein Hecht wohnt. Morgen nochmal schauen ob ich noch eine Tinca aus dem Moor zaubern kann, und dann sind zwei Wochen Urlaub auch schon wieder verdampft…

Kategorie: Mieleströme | Tags: , , , ,

Außer Bräsen, nix gewesen…

Veröffentlicht am von 0 Kommentare

Doch, ein Aland und ein kleines Bärschlein. Aber sonst gingen heute nur Bräsen an den Köder. 

Nachdem ich gestern mein Schleienprogramm erfolgreich absolviert habe, wollte ich heute mal einfach nochmal Entspannungs-Angeln machen. Also ab an die Außenmiele. Leider hatten wir heute ungünstigen Wind, er kam von schräg vorne, Schirm brachte gar nix, durch den hätte ich durchangeln müssen. Die Schwinge war die ganze Zeit am rotieren, eine Bisserkennung war damit nicht wirklich möglich.

Zum Glück habe ich mir ja einen Satz Middy-Spitzen zugelegt. Darin enthalten ist eine Schwingspitze, eine Spring-Quiver und 3 Quiver-Tips in 1, 2 und 3 Unzen. Dann habe ich mich halt heute mal an der 2-unzigen probiert. 

Man kann erahnen, wie flach es dort im Uferbereich ist. Na ja, was heisst im Uferbereich. Auch 20 Meter weit draussen ist das nicht tiefer als vieleicht 1,5m. Aber da etwas weiter Flußab dann das Meldorfer Speicherbecken kommt ist das Wasser dort recht brackig, und die Bräsen fühlen sich dort richtig wohl.

Für den Setzkescher ist es dort ebenfalls grenzwertig, der steht halb aus dem Wasser, und darum ich mir den heute gekniffen. Nach einigen kleinen Bräsen ging dann der Tanz los, ein paar dicke Staubsauger haben sich auf dem Futterplatz eingefunden.

Exemplarisch für den Schwarm hier ein Bild der ersten größeren heute:

Davon gab es dann in den nächsten 20 Minuten 4 weitere. Und dann war wieder Ruhe am Platz. Da der Wind aufgefrischt und noch etwas weiter in die Frontalansicht gewechselt hat habe ich langsam angefangen zu packen. Einmal machte die Quiverspitze aber noch einen ordentlichen Ausschlag, und zum Vorschein kam dieser Bandit:

Und mit dem Kämpfer habe ich es dann auch gut sein lassen. Jetzt ist erstmal Schluss mit fischen. Der rechte Hinterreifen vom Vectra ist platt. Zum Glück habe ich Montag eh einen Termin in der Werkstatt, TÜV ist auch fällig. Dann wird morgen halt noch etwas an Stephans Seite gearbeitet (mehr dann in einigen Tagen), und am Montag früh muss ich wieder nach Berlin.

 

Die richtige Mischung

Veröffentlicht am von 0 Kommentare

Ja, ich gebe es zu, ich bin wirklich beim Futterkorb angekommen. Und da spielt das richtige Futter nunmal auch eine sehr wichtige Rolle. Klar, auch beim Matchen muss das passen, aber durch die wirklich Ködernahe Ablage des Korbes muss beim Feedern oder Quivern wirklich alles stimmen.

Bisher habe ich mich ja immer auf die Mischungen verlassen, die mir mein Freund Georg vom Angelspezi-Heide zusammengestellt und empfohlen hat, eben immer mit dem Fokus auf das Matchfischen. Beim letzten gemeinsamen Ausflug meinte er schon, wenn ich öfter mit dem Körbchen losgehe solle ich mir ruhig mal das Gamma Futter von Geers ansehen. Das habe ich jetzt zweimal gemacht, und ich bin wirklich begeistert. Das ist jetzt kein Langzeit-Test, aber rein subjektiv (wie auch sonst) gefällt mir das Futter sehr gut. Ich habe es in der Mischung Vanille Orange probiert, es gibt aber noch andere Sorten, die ich auf jeden Fall mal bestellen und probieren möchte.

Das Futter hat eine kräftige, orange Farbe und setzt sich vom Gewässergrund gut ab. Nach dem ersten Anziehen und nachfeuchten bleiben auf dem Sieb die unerwünschten Klümpchen liegen, und in der Futterwanne ist alles fertig. Ich habe lediglich noch zwei, drei Handvoll gerösteten Hanf beigemischt, keine Ahnung, ob das besondere Auswirkungen hat. Wenn ich heute nachmittag dran denke mache ich mal ein Bild von der fertigen Mischung.

Nachtrag: Hier mal ein Bild von der Mischung. Durch die Sonne sieht es noch etwas krasser aus, ganz so knallig ist es nicht.

Noch eine kleine Handvoll Maden rein, und los gehts. Der Test vor den Füßen sieht gut aus: Das Futter löst sich sehr gut aus dem Korb, es entsteht ein kleiner aber feiner Teppich. Bei den hier vorrangig bestehenden geringen Wassertiefen ein wichtiger Punkt. Wenn das Futter da zu lange als dicker Klumpen rumliegt und sich nicht auflöst bringt das alles nix. Aber das Gamma macht alles richtig.

Wie immer, nach gut einer Stunde am Platz hatte ich die ersten vorsichtigen Anfasser, und nach kurzer Zeit dann die erste Tinca im Kescher. Das sollte gestern aber wohl ein ganz besonderer Tag werden. Wieder wehte eine recht ordentliche bft4, in Böen 5 aus Nord-Ost, und traf damit seitlich auf die Schwingspitze. Ich habe mir beim Angelspezi-Heide ein Modell mitgenommen, (ich meine von Jenzi), bei dem man ein verschiebbares Gewicht auf der Schwingspitze verschieben kann, um auf Wind zu reagieren. Damit hat alles perfekt funktioniert.

Gestern bekam die Swing Tip Ledger ordentlich was zu tun. Für eine Rutenbeschreibung bemühe ich mal eben den Verkäufer her, der mir diese tolle Rute und Rolle vermacht hat:

Die Rute ist eine 9'4 Swing Tip Ledger unbekannter Herkunft. Baujahr ca. 1980, TC liegt bei 7/8lb bis 1lb. Die Rute liegt zwischen Mid- und Fullflex, in Richtung Mid, aber halt nicht so schön definiert, wie z.B. eine RWA. Der Blank ist gezapft und mit Intermediates gewickelt, was recht aufwendig ist und toll aussieht. Der Zustand ist neuwertig.

Ich habe die Rute in England von privat erworben zusammen mit einer Stanjay Sports The Avon 1 1/4lb TC in 10ft. Die Avon ist optisch sehr ähnlich, weshalb es sein kann, dass die STL auch von Stanjay stammt. Afaik war dies ein großer Dealer, der auch eigenes Tackle vertrieb. Falls hier jemand Infos hat, immer gern!
 

Die Rolle ist eine seltene Rovic DX-100. In Japan hergestellt und an Sigma Supra angelehnt. Etwa 35er Größe, Ganggeräusch, Fold Bail und Ganzmetall. Die Rolle ist extrem spielfrei und sehr aufwendig gefertig. Etwa 1984, in neuwertigem Zustand.

Hier zur Erinnerung nochmal ein Bild der Combo:

Es rappelte immer wieder, bis so gegen 17:30 eine größere Pause einsetzte. Da fiel mir ein dass Gerald, Angelkumpel und Mitarbeiter im Angelspezi-Heide, (u. a. frisch gebackener deutscher Meister im Team Schleswig-Holstein beim DAFV Anglertreff – Fischereitag Feeder am 26. und 27.04.2014 in Abbendorf), mir gestern früh noch was empfohlen hat, um müde Schleien wach zumachen: Wurmspray.

Jo, das Zeug müffelt wie Hölle, eben wie eine Handvoll Würmer mit ohne Würmer.

Also habe ich ein paar Spritzer davon mit in das Futter gemischt, und noch einige Körbe geworfen. Ja, es hat dann noch einige Male geschnackelt.

Am Ende des Tages konnte sich das Resultat sehen lassen: 7 Schleien konnte ich landen, 2 haben sich noch ganz kurz vor dem Kescherkopf durch einen geschickten Schlenzer vom Haken gelöst (das ist es, was ich an den Barbless Haken mag: Sobald der Zug weg ist, fallen die schon fast raus. Ja, kann sein dass man den ein oder anderen Fisch damit verliert, aber das ist es mir wert…), und einige Bisse habe ich natürlich noch verpeilt.

Ich denke, ich werde heute noch einen Ansitz an der Außenmiele oder in Barsfleth starten, Auto ist schließlich noch gepackt, und die Alande laufen mir nicht weg…

Links:

  • Gamma Futter und Sensas Bombix Vers de Terre gibt es beim Angelspezi-Heide im Geschäft
  • Wunderbaren Vintage Kram, liebevoll aufbereitete Sietzkiepen, Kescherstäbe und vieles mehr gibt es bei Olli von Vintage Seatboxes

 

Eine Seefahrt, die ist lustig…

Veröffentlicht am von 0 Kommentare

Gestern sollte es endlich soweit sein: Eine Ausfahrt mit der Auszeit stand auf dem Programm. Also Wecker auf 3:30 Uhr, und pünktlich um 5:30 Uhr stand ich im Olympiahafen in Schilksee auf der Mole. Die Mitfahrer und der Skipper waren schon da, es konnte direkt losgehen.
Tim sagte schon, dass der Dorsch aktuell recht weit draussen stünde, und wir sicher eine Stunde bis zum ersten Fangplatz brauchen. Also rauf auf die See, den Gashebel nach hinten und les gehts.

Sobald wir aus der Förde raus waren kamen mir die Wellen schon etwas krass vor. Das regelmässige Ausbilden von Schaumkronen ist doch für irgendwas ein Zeichen. Aber während der Fahrt ging es eigentlich. Dann, der erste Spot. Das Boot wurde für die Drift ausgerichtet, und die Köder sollten ins Wasser. Während Imke, Alex und Frank bereits die ersten Dorsch drillten, wurde mir von der Dümpelei ganz anders. Schlecht nämlich. Seekrankheit par excellence. Ich hing wie ein Schluck Wasser über der Reling und habe es mit etwas anfüttern probiert. Trockenes Brötchen dazu, etwas Wasser. Aber nix wollte drin bleiben.

Ging nicht. Also habe ich die Mannschaft gefragt, ob es möglich wäre, mich wieder rein zu bringen. Damit habe ich der Truppe leider total die Ausfahrt verhagelt, aber jeder der dabei war war voll Verständnis, das fand ich total
Klasse!

Also wieder Fahrt Richtung Schilksee aufnehmen, den dicken Maulwurf absetzen, und die drei sind dann noch etwas in der Förde rumgeschippert worden. Nur mit den Fangergebnissen ging bei ihnen leider auch nix mehr.

Nochmal ein Riesen Dankeschön an Tim, Alex, Imke und Frank für euer Verständnis!

Für das nächste Mal ist notiert:
– Frühstück muss sein
– Tablette gegen Reisekrankheit/Überlkeit bei Abfahrt in Meldorf, nicht erst im Hafen einnehmen

Ich war dann mit meiner Holden kurz auf dem Meldorfer Innenstadt-Flohmarkt, der im Rahmen der Meldorf-Wochen wieder viel Volk angezogen hat.

Einen fantastischen Salat und tollen Kaffe im Saimi eingenommen (diesen Wahnsinnig leckeren, veganen Schokoladenkuchen muss man probieren, hatten wir aber am Mittwoch schon), und dann habe ich daheim das Auto ausgepackt, und bin nochmal kurz an die Außenmiele gefahren, weilmich endlich die Hardy Fibalite mal fischen wollte.

Mehr dazu aber in einem eigenen Text….

Bei Ostenwind…

Veröffentlicht am von 0 Kommentare

…da beisst kein Stint. Heisst es. Und am Samstag am Gieselaukanal ist diese "Wahrheit" ja auch halbwegs aufgegangen. 

Am Sonntag hat der Wind noch etwas kräftiger gepustet als am Samstag, aber im Moor kann man den Angelplatz so arrangieren, dass der Schirm den gesamten Wind fängt, und man angenehm Schwinge und Proppen betrachten kann.

Schnell war der Matrix Space Brolly aufgebaut, das Futter (Geers Gamma Feedermischung, zusätzlich etwas gerösteten Hanf) gemischt, der Proppen mit dem Wurm ausgebracht, und dann wurde auch schon das Körbchen geworfen. Aber in der ersten Stunde tat sich gar nix. Außer einem Schwanenpaar das sich die Sonne auf den Kopf scheinen ließ.

Dank der Schwingspitze mit dem verschiebbaren Gewicht ließ sich die Schnur trotz der immer wieder aufkommenden Böen sehr gut beobachten. 

Rechts von der Schwinge wieder die John Wilson Float, an der ich einen Waggler auf Grund gelegt habe. An der Rute tat sich gestern aber nix…

Aber so nach 'ner Stunde zuckte die Schwinge dann endlich. Den ersten Biss hatte ich verpeilt, die Maden kamen schön ausgelutscht wieder zum Vorschein. Aber nach dem nächsten Wurf und einigen Minuten warten zuckte es wieder, und ich konnte die erste Schönheit des Tages in Augenschein nehmen.

42cm, 1kg

Habe ich schon gesagt, dass die Schleienangelei echt Spaß macht?

Korb wieder raus, Pause. So nach 'ner halben Stunde konnte ich ganz vorsichtige Zupfer erkennen, aber zwei oder drei Anschläge gingen ins Leere. Immer wieder schön zwei Maden auf den 14er barbless Tubertini S808 und aufpassen. Dann, beim ersten Anzeichen eines Zuckens einen Anhieb gesetzt. Alter! Was ist das denn jetzt für ein Koffer? Der ging sofort in die Bremse, ohne dass ich Gegenwehr hätte aufbauen können. Vorsichtiges dagegenhalten brachte die Rute in einen gleichmäßigen Halbkreis, aber die Bremse surrte weiter. Bis auf einmal ein kurzer Ruck spürbar wurde, und ich das Körbchen ohne weitere Schwierigkeiten einholen konnte. Ausgeschlitzt. Der Haken war noch dran an der Montage, ich denke, da hat ein Karpfen sehr spitz gebissen und keine Lust auf eine Ufer-Tour gehabt.

Der hier durfte also leider nicht zum Einsatz kommen.

Egal, weitermachen. Nach wieder knapp 20 Minuten der nächste Biss, der nächste Fisch.

46cm, 1,5kg

Also am Wind kann es an diesem Gewässer nicht liegen…

Ich habe dann noch etwas weiter gefischt, und es kam noch eine kleine (38cm/850g) Schleie, eine Bräse und eine Plötz dazu

Apropos Plötzen. Die haben mich echt irre gemacht. Schon in der Absinkphase (sofern man bei einem Meter Wassertiefe davon reden kann) haben die sich an den Maden vergangen, ich hatte etliche Fehlbisse und nur noch Schlusen am Haken. Dann hat der Wind auch noch auf eine stetige bft5 bis 6 aufgefrischt, so dass ich mir gedacht habe "toppen kann den Tag eh nix mehr", eingepackt, und mich auf den Weg Richtung Wohnzimmer-Couch begeben habe.

 

Links:

– Matrix Equipment und das Gamma Feederfutter gibt es beim Angelspezi-Heide, bzw. dem Feedershop

Mühsames Geschäft am Gieselaukanal

Veröffentlicht am von 0 Kommentare

Der "Durchstich", wie der Gieselaukanal von den Vereinsmitgliedern des ASV Albersdorf gerne genannt wird, ist bekannt für seine guten Bestände an Weiß- und Raubfisch. Durch die Verbindung in den NOK auf der einen, und in die Eider auf der anderen Seite drückt sich dort normalerweise wirklich viel Fisch rum. Auch ich habe dort schon gut bis sehr gut gefangen, Grund genug mich mal mit einem Kollegen aus Kiel zu verabreden, der endlich mal sein Match- und Feeder-Geschirr zum Einsatz bringen will.

Also haben wir uns um 8 am Kanal getroffen, Plätze gesucht, Futter gemischt, und langsam konnte es dann losgehen. Kaum waren die ersten Körbe und Posen im Wasser kam auch schon Besuch vorbei. Noch nicht in Fisch-Form, sondern ein wunderschönes Schiff fuhr vor unserer Nase entlang.

Man sieht auch direkt, was für ein wundervolles Wetter wir hatten. Anfangs noch 9°C wurde es schnell wärmer, aber die Fische ließen sich von der Sonne nicht beeindrucken. Ich habe es mir ziemlich in Wassernähe gemütlich gemacht, schließlich wollte ich ja keine weiten Wege zum Setzkescher verlieren.

Aber was für ein mühsames Geschäft heute. Vielleicht vernagelte ja tatsächlich der seit 5 Tagen drückende Ostwind den Burschen die Mäuler? Keine Ahnung. Auch wenn ich wieder primär mit der Schwingspitze gefischt habe, dieses Mal habe ich noch einen Waggler mit der Lift-Montage abgelegt. Wollte doch mal sehen, vielleicht verirrt sich ja mal eine Schleie.. Irgendwann dann ein Kontrollblick zum Posenkopf. Wo ist denn der? Weg? Mal die Rute nehmen? Anhieb….Fisch. Was besseres, aber was sind das für Nicker? Eine große Bräse? Nee. Dann kam er langsam Richtung Kescher. Ein Bärschle!

Und was für ein Kaliber!

Schnell das Maßband gesucht, da ich solch einen Brummer nicht alle Tage ans Band bekomme wollte ich wissen, wie viel der auf der Kante hat.

45cm brachte der alte Knochen zu Tage, damit ist mein nächster PB gefallen *freu*. Und nächstes Mal bitte wieder das Pocket-Scale Maßband einpacken!

Aber ich wollte doch Friedfische fangen, noch keine Räuber. Also den Korb wieder geworfen, und ab und zu einen kleinen Brassen und mal ein Rotauge an Land geholt. In Summe aber auch nicht mehr als 8 oder 10 Fische.

Sehr spitze und vorsichtige Bisse, manchmal nur ein feiner Ausschlag der Schwinge, und bei der Köderkontrolle waren nur noch Schlusen am Haken. Irgendwann mal von Hakengröße 12 auf 16 gewechselt, aber den durchschlagenden Erfolg hat das auch nicht gebracht. Aber wenigstens zuckte immer wieder mal die Schwinge. Nach einiger Zeit Pause war dann wieder nur ein ganz feiner Ausschlag zu erkennen, aber einen Anhieb habe ich dennoch durchbekommen. Und was dann im Kescher landete war dann schon OK.

Erstmal sehen dass man den Haken gelöst bekommt und sich den Burschen schön auf dem Schoß zurecht legen. Gut dass die Hose keinen Geruch annimmt…

Zum Vorschein kam dann dieser Brocken hier. Da geht zwar noch mehr am Durchstich, aber für den sehr unergiebigen Tag dann wieder ein toller Fisch.

Und danach war es das dann eigentlich. Ich glaube noch ein oder zwei Kleinfische, aber sonst nix. Und so gegen 12:00 Uhr hat dann wohl jemand einen Schalter umgelegt. Hatten wir vorher wenigsten nochmal den ein oder anderen Madenablutscher, ging ab da auf einmal gar nix mehr. Die Köder wurden überhaupt nicht mehr in Betracht gezogen.

Wir haben dann so um 13:30 den Grill angefeuert, uns ein paar leckere Würstchen einverleibt, und dann auch langsam zusammengepackt und gen Heimat gefahren.

Danke nochmal an Frank für den Foto-Service, Grill und Würstchen, und den schönen gemeinsamen Angeltag. 

Der Durchstich wird mich auf jeden Fall noch das ein oder andere Mal zu Gesicht bekommen. Z. B. die Raubfischangelei mit Naturköder steht dort ganz weit oben auf meiner "zu erledigen Liste".

Ach so, und vielen Dank nochmal an den unbekannten Kaprfen-Angler der rechts von uns gesessen hat. Wenn zwei Vollprofis zum grillen fahren bringen zwar beide einen eigenen Grill und eigene Würstchen mit, da beide aber schon vor Jahren mit dem Rauchen aufgehört haben ist sowas wie ein Feuerzeug natürlich nicht mehr dabei. Ich habe kurz mal versucht, ein Taschentuch mit dem Zigarettenanzünder in Gang zu bringen, bin dann aber lieber kurz die Strasse hochgestiefelt und habe mir einen Lighter ausgeliehen…noch was für den Merkzettel.

 

 

Wiederholungstäter

Veröffentlicht am von 0 Kommentare

Nach dem großen Erfolg am Samstag habe ich das Oster-Wochenende genutzt, um mal etwas zu experimentieren. Am Ostersonntag sind dabei ungefähr 2Kg Weißfische rumgekommen, schöne Plötzen und ein oder zwei kleinere Brassen. Gestern wollte ich dann nochmal das Rezept vom Samstag probieren. Da man Schleie ja nur ganz früh am Morgen oder spät am Abend in der Dämmerung fangen kann war ich unsicher: Früh aufstehen, oder abends länger machen? Zum frühen aufstehen konnte ich mich nicht durchringen. Also gemütlich bis 9 gepennt, etwas rumgedaddelt, und so gegen 11 mal mit der Frau auf den Meldorfer Innenstadtflohmarkt gegangen. Da war es mir dann aber zu voll, kann ich nicht mehr gut mit um, mit so vielen Leuten. Also dem Schatz noch einen Kuss gegeben, und einfach ins Moor gefahren, auch wenn die Zeit nicht dem Plan entsprach.

So gegen 14:00 Uhr war dann alles aufgebaut. Gefischt wurde wieder mit der Schwingspitze und der John Wilson Matche.

An der Schwinge wieder mit zwei Maden am 16er Tubertini S808 (barbless) und kleinem Körbchen, an der Matche ein kleines Wurmbündel am 10er Wurmhaken unter einem Straight Waggler (3gr) leicht überbleit auf dem Grund abgelegt. An der Rute sah der Köder übrigens am Ende genau so unberührt aus, wie am Anfang. Um den Waggler herum habe ich zwei oder drei Handvoll fertige Partikelköder mit der Futterzwille verteilt.

Im Körbchen wieder die Erfolgsmischung, die mir mein Freund Georg vom Angelspezi-Heide mal zusammengestellt hat. Ich weiß übrigens gar nicht, wie ich so lange ohne ein Sieb und einen vernünftigen Eimer ausgekommen bin. Es ist wirklich unglaublich, wieviel besser das Futter wird, wenn es nicht einfach in einem alten Farbeimer zusammengekippt wird. Ein Super Set ist z. B. dieses hier. Mit dem passenden Sieb dabei ist ratz, fatz eine vernünftige Konsistenz zusammen gemischt. 

Zwei Stunden lang hat sich gar nix bewegt, dann hat endlich die Schwinge gezuckt. Rute hoch, Fisch hängt. Die nächste Tinca für die Statistik *dollfreu*.

42cm / 1Kg

Wieder rein mit dem Köder, und wieder tat sich erstmal gar nix. Komisch, dass sich noch nichtmal kleine Plötzen einstellen. Beim nächsten Zucken in der Spitze und dem hochnehmen der Rute wusste ich gleich, "die ist noch besser". Das es wieder eine Schleie war habe ich mir sofort gedacht, aber die hat ordentlich gezickt bis sie endlich im Kescher war.

47cm, 1,5kg

Yeah, Baby! So macht das Spaß 🙂

Eigentlich wollte ich ja in die Dämmerung reinfischen, aber nach diesem Erfolg habe ich dann kurz danach hochzufrieden zusammen gepackt. Was soll denn in der Dämmerung da noch besser werden? 😉

Links:

Mit der Schwinge ins Moor

Veröffentlicht am von 0 Kommentare

Vor einigen Wochen habe ich günstig eine alte, ziemlich abgerockte Schwingspitzenrute ergattert, damit wollte ich diese Fischerei einfach einmal ausprobieren. Nachdem ich das getan hatte, stellte sich raus, das mir diese Angelei doch tatsächlich Spass macht. Also kommt die alte Schwinge jetzt Richtung Wohnwagen (Bericht vom lokalen Angelsee folgt), und für daheim musste was neues her.

Da ich von einem Angelkumpel mal auf das tolle Form Classy Catchers hingewiesen wurde, bin ich dort ja auch leidlich aktiv, und habe schon das ein oder andere wunderschöne Stück gekauft. Eines der dortigen Mitglieder (Vintage Seatboxes), verkauft neben traumhaft wieder aufgefrischten Sitzkiepen oder handgenähten Futteralen auch immer wieder mal eine schöne Rute oder Rolle, alles in einem Wahnsinns Zustand. Für mich hatte der gute Mann was ganz besonderes auf Lager. Eine 9 Fuß, 4 Inch "Swing Tip Ledger", und dazu eine Rovic Rolle. Als Zugabe hat er mir noch zwei selbstgebaute Schwingen mitgegeben.

Bitte entschuldigt, ich habe meine Kamera irgendwo verlegt, darum müssen iPhone-Pics erstmal reichen…

Und sieht das aufgebaut aus:

Mit einer davon habe ich die Rute gestern am Gieselaukanal eingeweiht. Trotz recht kräftigem Seitenwind war die Bisserkennung unglaublich gut, uns so sind knapp 3 bis 4 Kg Fisch im Kescher gelandet. Heute wollte ich das gute Stück mal in unserem Sarzbüttler Moor probieren. Heute war es auch wieder recht windig, aber geschützt durch den Matrix Space Brolly ging das doch sehr gut. Ich habe zwar auch noch eine Waggler-Montage rausgelegt, da ging aber nix dran. Aber für meine Körbchen haben sich Interessenten gefunden. Es hat bestimmt zwei Stunden gedauert, dann wurden das erste Mal die Maden abgelutscht. Wieder ausgeworfen, und das Körbchen einfach liegen gelassen. Auf einmal zuckt die Schwinge, Anschlag, hängt. Ein besserer, Brassen wahrscheinlich. Aber wenn das ein Brassen ist, dann ein guter. Als ich das Landing Net (der Kescherstab kommt übrigens auch von Vintage Seatboxes), eintauche und den Fisch das erste mal sehe kommt Freude auf: Eine Tinca! Meine erste überhaupt *dollfreu*. Nachdem die schöne nochmal Dampf gemach hat ging es aber in den Kescher.

44cm, 1,45 kg.

Wahnsinnig gefreut, was für ein schöner Fisch. Aber es war noch recht zeitig, also das Körbchen nochmal raus. Wieder bestimmt 20 bis 30 Minuten kein Zupfer. Dann aber geht die Spitze wieder los. Yeah! Wieder eine Schlei, etwas kleiner und schlanker, aber genauso hübsch.

41cm, 1 kg

Was für ein Tag. Und was für ein Erfolg, beim eigentlich erst zweiten gezielten Einsatz der Schwinge. Ich bin angefixt. Auf jeden Fall verweigere ich mich den Futterkörbchen nicht mehr.

Schließlich gehe ich regelmäßig mit den Profis vom Angelspezi-Heide los, ausgewiesene Feeder-Profis, die ihr Wissen gerne weitergeben.

Ob ich nochmal auswerfe? Klar, halbe Stundegeht noch. Und nach 15 Minuten der nächste Wackler. Diesmal aber "nur" eine kleine Brasse.

Hier übrigens nochmal ein Bild vom wartenden Unterfangkescher. Man kann den wunderschönen Stab hoffentlich erahnen:

Meine John Wilson Float habe ich gestern auch mit fest montiertem Straight Waggler ausgelegt (leichter Stilbruch mit der relativ jungen Balzer MTX) und einem Bündelchen Rotwürmer und einem Maiskorn ausgelegt, da wurde aber noch nicht einmal dran rumgelutscht.

Ich bin total begeistert von der Angelei mit der Schwinge. Bei Wind (sofern nicht allzu arg) einfach eine ruhigere Köderpräsentation als mit der Matche. Und der Erfolg gibt der Methode recht. Total bescheuert, dass ich mich den Futterkörben immer verweigert habe. Na gut, normale Feederspitzen werde ich wohl eher selten fischen, aber die Schwinge kommt jetzt öfter zum Einsatz…

Links: