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Rolling Home

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Die Wohnwagensaison an der Ostsee ist ja seit dem 03.10. zu Ende, also haben wir unseren schönen Lord Münsterland Caravan ja wieder vor der Haustür stehen. Da steht er gut, aber besonders am Wochenende gibt es bessere Plätze. Und man muss gar nicht so weit fahren: Der Meldorfer Speicherkoog liegt schließlich fast vor der Haustür.

Also haben wir am Samstag früh etwas zu Essen eingepackt, die Katzennäpfe zum überlaufen gebracht, und sind mit den Hunden an den Rand des Speicherbeckens gefahren. Am Samstag war so gut wie kein Wind, darum war auch nur ein Surfer unterwegs, der über den Teich zuckelte. Also habe ich meine Schwingspitzencombo ausgebracht, und nebenher noch die Silstar mit einer 2oz Feederspitze bestückt

An der Silstar gab es Dendros, an der Schwinge zwei Maden am 16er Haken. Für die Würmer hat sich niemand interessiert, auf die Maden gab es extrem spitze und vorsichtige Bisse, die selbst an der Schwinge kaum zu erkennen waren. Abhilfe hat es gebracht, als ich eine Made vollständig auf den Hakenschenlkel aufgezogen, und die andere normal angeboten habe. Dann wurde der Köder richtig genommen.

Zum Vorschein kamen ganz ordentliche Plötzen, ich mag die Burschen einfach

Bei diesen beiden sollte es an dem Tag aber bleiben, dazu gab es noch eine der obligatorischen Wollhandkrabben.

So langsam setzte die Abenddämmerung ein, und es wurde ruhig am Koog.

Dieses Mal hatte ich so gut wie gar keinen Heimweg, denn unser LMC wartete ja bereits auf mich. Die Maus hat die Zeit genutzt und im Wägelchen einen leckeren Eintopf zubereitet, und bei einem köstlichen Mahl ließen wir den Tag direkt am Wasser ausklingen.

Am Sonntag haben wir erstmal richtig ausgeschlafen und bis 10:00 Uhr in den Federn gelegen. Dann gab es ein Käffchen und eine kleine Obstschale, die Vierfüße wurden kurz geleert, und dann habe ich mich wieder ans Wasser gesetzt. Als Futter kam heute mal das System Lock "Karpfen / Schleie" von Balzer zum Einsatz. Es ist zum Feedern eigentlich nicht so perfekt, da es recht grobkörnig ist. Ich hatte die Tüte zum testen vom Angelspezi-Heide bekommen, und hatte nix anderes dabei.

Vor dem sieben sah es so aus:

Nach dem sieben waren die ganz groben Bestandteile dann raus. Ich muss das Futter unbedingt nochmal beim trotten an der Au probieren, ich glaube, die Alande müssten ganz rallig davon werden.

Also angemischt, und wenn man es nicht mit aller Kraft in das Körbchen drückt, flockte aus nach dem Einwerfen auch schön aus dem Korb. Also wieder die beiden Ruten fertig gemacht, und auch die Swingtip dieses mal mit der 2oz Quivertip ausgestattet. Wieder einen Wurm an der Silstar, und heute mal mit einem 4er Madenbündel am 12er Haken an der Quivertip.

Und bereits nach wenigen Minuten zuckte die Spitze der Silstar. Ein weiteres Rotauge so um die 400g hatte sich den Wurm gegriffen. Davon kamen noch zwei weitere dazu, ein kleines, zwei junge Alande so um die 30cm, und drei oder vier Wollhandkrabben.

Da der Wind spürbar augefrischt hatte trudelten immer mehr Windsurfer ein, und nutzten den herrlichen Sonnentag um nochmal über die Wellen zu flitzen. Leider waren auch zwei sehr unhöfliche Gäste aus Stade am Wasser, die zwar in ausreichend Abstand von meinem Platz ihre Geräte aufbauten, aber dann mit vollem Programm genau über meinen Futterplatz gerauscht sind um in Fahrt zu kommen. Natürlich nahmen sie diesen Weg auch, um zur Stullenpause wieder an Land zu kommen, exakt über meine Futterstelle. Bei knapp 1,50m Wassertiefe hat man da keine Chance, selbst die verfressenste Plötze sucht da schnell das Weite.

Ich war aber viel zu entspannt um da jetzt ein Faß aufzumachen, hätte bei den beiden sowieso nix genutzt, ich hätte mich nur reingesteigert. Also habe ich zusammengepackt, wir haben den LMC reisefertig gemacht, und saßen 10 Minuten später daheim auf der Couch.

Alles in allem ein gelungener Kurzurlaub, der in kürzester Zeit die Akkus wieder voll macht.

 

 

Mit der Schwinge ins Moor

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Vor einigen Wochen habe ich günstig eine alte, ziemlich abgerockte Schwingspitzenrute ergattert, damit wollte ich diese Fischerei einfach einmal ausprobieren. Nachdem ich das getan hatte, stellte sich raus, das mir diese Angelei doch tatsächlich Spass macht. Also kommt die alte Schwinge jetzt Richtung Wohnwagen (Bericht vom lokalen Angelsee folgt), und für daheim musste was neues her.

Da ich von einem Angelkumpel mal auf das tolle Form Classy Catchers hingewiesen wurde, bin ich dort ja auch leidlich aktiv, und habe schon das ein oder andere wunderschöne Stück gekauft. Eines der dortigen Mitglieder (Vintage Seatboxes), verkauft neben traumhaft wieder aufgefrischten Sitzkiepen oder handgenähten Futteralen auch immer wieder mal eine schöne Rute oder Rolle, alles in einem Wahnsinns Zustand. Für mich hatte der gute Mann was ganz besonderes auf Lager. Eine 9 Fuß, 4 Inch "Swing Tip Ledger", und dazu eine Rovic Rolle. Als Zugabe hat er mir noch zwei selbstgebaute Schwingen mitgegeben.

Bitte entschuldigt, ich habe meine Kamera irgendwo verlegt, darum müssen iPhone-Pics erstmal reichen…

Und sieht das aufgebaut aus:

Mit einer davon habe ich die Rute gestern am Gieselaukanal eingeweiht. Trotz recht kräftigem Seitenwind war die Bisserkennung unglaublich gut, uns so sind knapp 3 bis 4 Kg Fisch im Kescher gelandet. Heute wollte ich das gute Stück mal in unserem Sarzbüttler Moor probieren. Heute war es auch wieder recht windig, aber geschützt durch den Matrix Space Brolly ging das doch sehr gut. Ich habe zwar auch noch eine Waggler-Montage rausgelegt, da ging aber nix dran. Aber für meine Körbchen haben sich Interessenten gefunden. Es hat bestimmt zwei Stunden gedauert, dann wurden das erste Mal die Maden abgelutscht. Wieder ausgeworfen, und das Körbchen einfach liegen gelassen. Auf einmal zuckt die Schwinge, Anschlag, hängt. Ein besserer, Brassen wahrscheinlich. Aber wenn das ein Brassen ist, dann ein guter. Als ich das Landing Net (der Kescherstab kommt übrigens auch von Vintage Seatboxes), eintauche und den Fisch das erste mal sehe kommt Freude auf: Eine Tinca! Meine erste überhaupt *dollfreu*. Nachdem die schöne nochmal Dampf gemach hat ging es aber in den Kescher.

44cm, 1,45 kg.

Wahnsinnig gefreut, was für ein schöner Fisch. Aber es war noch recht zeitig, also das Körbchen nochmal raus. Wieder bestimmt 20 bis 30 Minuten kein Zupfer. Dann aber geht die Spitze wieder los. Yeah! Wieder eine Schlei, etwas kleiner und schlanker, aber genauso hübsch.

41cm, 1 kg

Was für ein Tag. Und was für ein Erfolg, beim eigentlich erst zweiten gezielten Einsatz der Schwinge. Ich bin angefixt. Auf jeden Fall verweigere ich mich den Futterkörbchen nicht mehr.

Schließlich gehe ich regelmäßig mit den Profis vom Angelspezi-Heide los, ausgewiesene Feeder-Profis, die ihr Wissen gerne weitergeben.

Ob ich nochmal auswerfe? Klar, halbe Stundegeht noch. Und nach 15 Minuten der nächste Wackler. Diesmal aber "nur" eine kleine Brasse.

Hier übrigens nochmal ein Bild vom wartenden Unterfangkescher. Man kann den wunderschönen Stab hoffentlich erahnen:

Meine John Wilson Float habe ich gestern auch mit fest montiertem Straight Waggler ausgelegt (leichter Stilbruch mit der relativ jungen Balzer MTX) und einem Bündelchen Rotwürmer und einem Maiskorn ausgelegt, da wurde aber noch nicht einmal dran rumgelutscht.

Ich bin total begeistert von der Angelei mit der Schwinge. Bei Wind (sofern nicht allzu arg) einfach eine ruhigere Köderpräsentation als mit der Matche. Und der Erfolg gibt der Methode recht. Total bescheuert, dass ich mich den Futterkörben immer verweigert habe. Na gut, normale Feederspitzen werde ich wohl eher selten fischen, aber die Schwinge kommt jetzt öfter zum Einsatz…

Links:

 

Zu grosse Köder?

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Heute habe ich mich mit Micha getroffen um ein paar Spots in Dithmarschen anzufahren: Hohenhörn, Hochdonn und das Baggerloch Dückerswisch.


Tagebuch auf einer größeren Karte anzeigen

Auch die Morgenstimmung am Kanal hat was

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Auch kurz nach Sonnenaufgang sind bereits die ersten größeren Dinger unterwegs und die Fähre muss sich da durch schlängeln

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Für einen Sonntag war dort heute echt reichlich los, immer wieder sah es in beide Richtungen so aus

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Ich habe wieder nix unter 4,5" gefischt, sogar mal den 6" Shaker und den 7,5" Whip Stick, aber da hat nix dran gezuppelt. Zwischendurch kam immer wieder was vorbei das mal kurz die Sonne verdunkelt hat

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Immer wieder beeindruckend wie groß die Pötte sind.

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Wir haben von grellen Farben bis zu natürlichen Shads alles durchgefischt, aber da tat sich nix. Irgendwann hatte Micha dann den Hals voll und er wollte es drauf anlegen. Ein 3" Fransengumi (keine Ahnung was für einer, aber eben mit Fransen) brachte ihm dann einen ordentlichen Biss den er direkt verwandeln konnte. Ein wunderschöner Kanalzander kam zum Vorschein

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Petri!

Ob da echt was dran ist das die Kanal-Zander nur auf maximal 3,5" Gummis einsteigen? Ich habe dann auch mal umgesattelt, aber da ging nix mehr.

Gestaunt habn wir etwas über die Haltung dieses Schiffchens hier. Wie haben überlegt ob der wohl vorne einen Wassereinburch hatte aber der Kaptän meinte "bis nach Kiel prügeln wir noch durch!"

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Als wir dann am Gänse-Restplatz am Baggerloch Dückerswisch waren gab es noch einen Biss auf meinen Neongelben King Shad den ich aber leider nicht setzen konnte, und dann war es das. Als ich die pennenden Gänse dann sehen konnte bin ich auch müde geworden und habe den Kram zusammen gepackt.

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Dithmarscher frieren nicht

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Zumindest wenn sie ordentlich eingepackt sind. Mir war es gerade trotz Thermohemd und Bomberjacke zu kalt (5°C, Nordwind mit bft3 macht gefühlte minus 42°C), aber ich bin ja auch nur ein zugezogener.

Diese Gesellen sehen zumindest nicht so aus als würden sie frieren…

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Menno, ich will jetzt endlich richtig Frühling. Nur Sonne ist zwar schön, aber wenn man trotzdem noch eingezwiebelt rumrennen muss wie zur Weihnachtszeit bringt das irgendwie nix *mecker*

 

UPDATE:

Ein Tag später, ein paar hundert Meter woanders. Immer noch knallt die Sonne von blauem Himmel, aber eine frische Brise (heute allerdings aus Westen) führt dazu das die 6 Grad Außentemperatur sich trotzdem anfühlen wie Minusgrade.

Und wieder haben mir ein paar hier geborene Ortsansässige gezeigt warum sie nicht frieren.

Echte Deichpferde frieren erst bei -70°

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Und dieser dicken Mutti kann es eigentlich nicht kalt genug sein

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Da ich heute in meiner Neopren-Wathose herumgestiefelt bin habe ich sogar nur im Nackenbereich gefroren. Denn da hat der Wind gnadenlos hingepustet, und ein Basecap hält nunmal nicht wirklich warm…