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New School

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Man kann ja nicht immer nur mit Ruten und Rollen aus den 60ern, 70ern und 80ern fischen, ab und zu muss auch mal was feines, neues ins Haus.

Mein Freund Stephan vom Angelspezi-Heide hatte da was ganz tolles für mich: Eine Rive Matchrute in 4,80m Länge. Meine 14-füßige Fox ist zwar schon ganz nett, aber da mir der Spitzenring inkl. einiger Zentimeter Blank verlustig gegangen ist, und ich eh mal was etwas längeres ausprobieren wollte, musste jetzt mal direkt was noch längeres einziehen. Also habe ich gestern zum ersten Mal am Wasser diese Schönheit ausgepackt:

Ganz feines Gerät das! Saubere Wicklungen, der Kork ist auch sehr fein gearbeitet, auch die Beschriftung kommt sehr fein daher. Die dreiteilige Rute ist angegeben für Wurfgewichte von 6 bis 25g, und hat einen sehr feinen Blank. Didier Delannoy hat seinen Namen da wirklich für ein feines Teil hergegeben. Mit ihrerer Transportlänge von 1,70m wird die Gerte in einer stabilen Röhre geliefert, die Rute selbst ist nochmal in einem feinen Futteral eingeschlagen.

 

Für den klassischen Ansitz mit Waggler und Co. ist noch eine Browning Matchrolle dazugekommen, dazu aber an anderer Stelle mehr. Da ich gestern mal wieder mit Brot an die Au wollte musste standesgemäß die Kingpin aufgesattelt werden.

Passt!

Die Rute ist aufgrund der Länge selbstverständlich etwas Kopflastig, da ich da ja keine 5000er Feederrolle draufschnallen werde. Durch den schön langen Reargrip lässt sich die Rute beim trotten aber sehr gut unter dem Oberarm fixieren. Das Gewicht von 245g ist echt ein Traum, das geht sicher auch über mehrere Stunden gut ohne dass man sich da einen Wolf buckelt.

Gestern war zwar sehr viel Wasser in der Au, aber die Schleuse war wohl dicht, daher gab es am Anfang erst einmal überhaupt keine Strömung. Nun denn, an Stelle des Brotes einige Maden ins Wasser, zwei auf den Haken, und ab damit. Der 4×4 Alloy Stick ließ sich sehr gut rausschlenzen, mal sehen, wie das bei dieser großen Anzahl an Ringen (17 meine ich) mit leichteren Sticks funktioniert.

Schon nach wenigen Minuten konnte ich diesen kleinen Kämpfer rausheben, viele weitere in der Kategorie sollten folgen.

Unterschiedliche Tiefeneinstellungen sind bei knapp 1m Wassersäule jetzt nicht drin, darum zuppelte ich einfach weiter Plötz um Plötz aus dem Wasser, war ein sehr kurzweiliges fischen. Auch Fische dieser Größe machen echt Spaß an der Rute. Sie gibt sehr schön nach, ist absolut kein Brett. Da nach einiger Zeit auch die Tore Richtung Nordsee geöffnet wurden kam eine leichte Strömung auf. Ich habe also mal einige Zeit mit Brotflocke geangelt, in der Hoffnung, dass mal ein Aland einsteigt. Aber es gingen weiter nur Plötzen an das Brot, und saugten es sich vom Haken runter. Also nochmal umgesattelt auf Made, und etwas tiefer gestellt, so dass die beiden Maden am 14er Tubertine S808 ganz leicht über den Grund schleifen. 

Nach einiger Zeit tauchte der Stick dann weg, und die Rute wurde mal etwas in Anspruch genommen. Ich habe mal versucht, die Biegekurve im Drill festzuhalten.

 

Ist jetzt kein Meisterfoto, aber zeigt die Spitzenaktion, und dass da noch einiges an Reserve drin steckt. Hintergrund dieser Aktion war dieser kleine Schleimer, der sich dann mal kurz in den Kescher gelegt hat.

 

Das packt die Rute absolut locker weg, das "strong" passt hier auf jeden Fall. Aber sie ist eben auch nicht zu strong. Ich habe ja hier (leider) nicht mit Barben oder größeren Döbeln zu rechnen, mit den Au-typischen Alanden und Bräsen wird diese Rute aber garantiert keine Probleme bekommen, und auch mal einen Satzkarpfen oder eine Schlei hervorbringen. Und sollte mal eine Meerforelle beim aufsteigen Hunger bekommen mache ich mir da auch keinen Kopp, wird garantiert ein lustiger Tanz.

Wer also auf der Suche nach einer langen Matchrute ist, die sowohl bei kleinen als auch bei größeren Weißfischen richtig Spaß macht, scheint mit der Rive R744 eine gute Möglichkeit zu haben. Waren jetzt zwar nur zwei Stunden gestern, aber ich denke, der erste Eindruck wird sich bei weiteren Einsätzen verfestigen und bestätigen.

 

 

 

Bei Ostenwind…

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…da beisst kein Stint. Heisst es. Und am Samstag am Gieselaukanal ist diese "Wahrheit" ja auch halbwegs aufgegangen. 

Am Sonntag hat der Wind noch etwas kräftiger gepustet als am Samstag, aber im Moor kann man den Angelplatz so arrangieren, dass der Schirm den gesamten Wind fängt, und man angenehm Schwinge und Proppen betrachten kann.

Schnell war der Matrix Space Brolly aufgebaut, das Futter (Geers Gamma Feedermischung, zusätzlich etwas gerösteten Hanf) gemischt, der Proppen mit dem Wurm ausgebracht, und dann wurde auch schon das Körbchen geworfen. Aber in der ersten Stunde tat sich gar nix. Außer einem Schwanenpaar das sich die Sonne auf den Kopf scheinen ließ.

Dank der Schwingspitze mit dem verschiebbaren Gewicht ließ sich die Schnur trotz der immer wieder aufkommenden Böen sehr gut beobachten. 

Rechts von der Schwinge wieder die John Wilson Float, an der ich einen Waggler auf Grund gelegt habe. An der Rute tat sich gestern aber nix…

Aber so nach 'ner Stunde zuckte die Schwinge dann endlich. Den ersten Biss hatte ich verpeilt, die Maden kamen schön ausgelutscht wieder zum Vorschein. Aber nach dem nächsten Wurf und einigen Minuten warten zuckte es wieder, und ich konnte die erste Schönheit des Tages in Augenschein nehmen.

42cm, 1kg

Habe ich schon gesagt, dass die Schleienangelei echt Spaß macht?

Korb wieder raus, Pause. So nach 'ner halben Stunde konnte ich ganz vorsichtige Zupfer erkennen, aber zwei oder drei Anschläge gingen ins Leere. Immer wieder schön zwei Maden auf den 14er barbless Tubertini S808 und aufpassen. Dann, beim ersten Anzeichen eines Zuckens einen Anhieb gesetzt. Alter! Was ist das denn jetzt für ein Koffer? Der ging sofort in die Bremse, ohne dass ich Gegenwehr hätte aufbauen können. Vorsichtiges dagegenhalten brachte die Rute in einen gleichmäßigen Halbkreis, aber die Bremse surrte weiter. Bis auf einmal ein kurzer Ruck spürbar wurde, und ich das Körbchen ohne weitere Schwierigkeiten einholen konnte. Ausgeschlitzt. Der Haken war noch dran an der Montage, ich denke, da hat ein Karpfen sehr spitz gebissen und keine Lust auf eine Ufer-Tour gehabt.

Der hier durfte also leider nicht zum Einsatz kommen.

Egal, weitermachen. Nach wieder knapp 20 Minuten der nächste Biss, der nächste Fisch.

46cm, 1,5kg

Also am Wind kann es an diesem Gewässer nicht liegen…

Ich habe dann noch etwas weiter gefischt, und es kam noch eine kleine (38cm/850g) Schleie, eine Bräse und eine Plötz dazu

Apropos Plötzen. Die haben mich echt irre gemacht. Schon in der Absinkphase (sofern man bei einem Meter Wassertiefe davon reden kann) haben die sich an den Maden vergangen, ich hatte etliche Fehlbisse und nur noch Schlusen am Haken. Dann hat der Wind auch noch auf eine stetige bft5 bis 6 aufgefrischt, so dass ich mir gedacht habe "toppen kann den Tag eh nix mehr", eingepackt, und mich auf den Weg Richtung Wohnzimmer-Couch begeben habe.

 

Links:

– Matrix Equipment und das Gamma Feederfutter gibt es beim Angelspezi-Heide, bzw. dem Feedershop

Mühsames Geschäft am Gieselaukanal

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Der "Durchstich", wie der Gieselaukanal von den Vereinsmitgliedern des ASV Albersdorf gerne genannt wird, ist bekannt für seine guten Bestände an Weiß- und Raubfisch. Durch die Verbindung in den NOK auf der einen, und in die Eider auf der anderen Seite drückt sich dort normalerweise wirklich viel Fisch rum. Auch ich habe dort schon gut bis sehr gut gefangen, Grund genug mich mal mit einem Kollegen aus Kiel zu verabreden, der endlich mal sein Match- und Feeder-Geschirr zum Einsatz bringen will.

Also haben wir uns um 8 am Kanal getroffen, Plätze gesucht, Futter gemischt, und langsam konnte es dann losgehen. Kaum waren die ersten Körbe und Posen im Wasser kam auch schon Besuch vorbei. Noch nicht in Fisch-Form, sondern ein wunderschönes Schiff fuhr vor unserer Nase entlang.

Man sieht auch direkt, was für ein wundervolles Wetter wir hatten. Anfangs noch 9°C wurde es schnell wärmer, aber die Fische ließen sich von der Sonne nicht beeindrucken. Ich habe es mir ziemlich in Wassernähe gemütlich gemacht, schließlich wollte ich ja keine weiten Wege zum Setzkescher verlieren.

Aber was für ein mühsames Geschäft heute. Vielleicht vernagelte ja tatsächlich der seit 5 Tagen drückende Ostwind den Burschen die Mäuler? Keine Ahnung. Auch wenn ich wieder primär mit der Schwingspitze gefischt habe, dieses Mal habe ich noch einen Waggler mit der Lift-Montage abgelegt. Wollte doch mal sehen, vielleicht verirrt sich ja mal eine Schleie.. Irgendwann dann ein Kontrollblick zum Posenkopf. Wo ist denn der? Weg? Mal die Rute nehmen? Anhieb….Fisch. Was besseres, aber was sind das für Nicker? Eine große Bräse? Nee. Dann kam er langsam Richtung Kescher. Ein Bärschle!

Und was für ein Kaliber!

Schnell das Maßband gesucht, da ich solch einen Brummer nicht alle Tage ans Band bekomme wollte ich wissen, wie viel der auf der Kante hat.

45cm brachte der alte Knochen zu Tage, damit ist mein nächster PB gefallen *freu*. Und nächstes Mal bitte wieder das Pocket-Scale Maßband einpacken!

Aber ich wollte doch Friedfische fangen, noch keine Räuber. Also den Korb wieder geworfen, und ab und zu einen kleinen Brassen und mal ein Rotauge an Land geholt. In Summe aber auch nicht mehr als 8 oder 10 Fische.

Sehr spitze und vorsichtige Bisse, manchmal nur ein feiner Ausschlag der Schwinge, und bei der Köderkontrolle waren nur noch Schlusen am Haken. Irgendwann mal von Hakengröße 12 auf 16 gewechselt, aber den durchschlagenden Erfolg hat das auch nicht gebracht. Aber wenigstens zuckte immer wieder mal die Schwinge. Nach einiger Zeit Pause war dann wieder nur ein ganz feiner Ausschlag zu erkennen, aber einen Anhieb habe ich dennoch durchbekommen. Und was dann im Kescher landete war dann schon OK.

Erstmal sehen dass man den Haken gelöst bekommt und sich den Burschen schön auf dem Schoß zurecht legen. Gut dass die Hose keinen Geruch annimmt…

Zum Vorschein kam dann dieser Brocken hier. Da geht zwar noch mehr am Durchstich, aber für den sehr unergiebigen Tag dann wieder ein toller Fisch.

Und danach war es das dann eigentlich. Ich glaube noch ein oder zwei Kleinfische, aber sonst nix. Und so gegen 12:00 Uhr hat dann wohl jemand einen Schalter umgelegt. Hatten wir vorher wenigsten nochmal den ein oder anderen Madenablutscher, ging ab da auf einmal gar nix mehr. Die Köder wurden überhaupt nicht mehr in Betracht gezogen.

Wir haben dann so um 13:30 den Grill angefeuert, uns ein paar leckere Würstchen einverleibt, und dann auch langsam zusammengepackt und gen Heimat gefahren.

Danke nochmal an Frank für den Foto-Service, Grill und Würstchen, und den schönen gemeinsamen Angeltag. 

Der Durchstich wird mich auf jeden Fall noch das ein oder andere Mal zu Gesicht bekommen. Z. B. die Raubfischangelei mit Naturköder steht dort ganz weit oben auf meiner "zu erledigen Liste".

Ach so, und vielen Dank nochmal an den unbekannten Kaprfen-Angler der rechts von uns gesessen hat. Wenn zwei Vollprofis zum grillen fahren bringen zwar beide einen eigenen Grill und eigene Würstchen mit, da beide aber schon vor Jahren mit dem Rauchen aufgehört haben ist sowas wie ein Feuerzeug natürlich nicht mehr dabei. Ich habe kurz mal versucht, ein Taschentuch mit dem Zigarettenanzünder in Gang zu bringen, bin dann aber lieber kurz die Strasse hochgestiefelt und habe mir einen Lighter ausgeliehen…noch was für den Merkzettel.

 

 

Wiederholungstäter

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Nach dem großen Erfolg am Samstag habe ich das Oster-Wochenende genutzt, um mal etwas zu experimentieren. Am Ostersonntag sind dabei ungefähr 2Kg Weißfische rumgekommen, schöne Plötzen und ein oder zwei kleinere Brassen. Gestern wollte ich dann nochmal das Rezept vom Samstag probieren. Da man Schleie ja nur ganz früh am Morgen oder spät am Abend in der Dämmerung fangen kann war ich unsicher: Früh aufstehen, oder abends länger machen? Zum frühen aufstehen konnte ich mich nicht durchringen. Also gemütlich bis 9 gepennt, etwas rumgedaddelt, und so gegen 11 mal mit der Frau auf den Meldorfer Innenstadtflohmarkt gegangen. Da war es mir dann aber zu voll, kann ich nicht mehr gut mit um, mit so vielen Leuten. Also dem Schatz noch einen Kuss gegeben, und einfach ins Moor gefahren, auch wenn die Zeit nicht dem Plan entsprach.

So gegen 14:00 Uhr war dann alles aufgebaut. Gefischt wurde wieder mit der Schwingspitze und der John Wilson Matche.

An der Schwinge wieder mit zwei Maden am 16er Tubertini S808 (barbless) und kleinem Körbchen, an der Matche ein kleines Wurmbündel am 10er Wurmhaken unter einem Straight Waggler (3gr) leicht überbleit auf dem Grund abgelegt. An der Rute sah der Köder übrigens am Ende genau so unberührt aus, wie am Anfang. Um den Waggler herum habe ich zwei oder drei Handvoll fertige Partikelköder mit der Futterzwille verteilt.

Im Körbchen wieder die Erfolgsmischung, die mir mein Freund Georg vom Angelspezi-Heide mal zusammengestellt hat. Ich weiß übrigens gar nicht, wie ich so lange ohne ein Sieb und einen vernünftigen Eimer ausgekommen bin. Es ist wirklich unglaublich, wieviel besser das Futter wird, wenn es nicht einfach in einem alten Farbeimer zusammengekippt wird. Ein Super Set ist z. B. dieses hier. Mit dem passenden Sieb dabei ist ratz, fatz eine vernünftige Konsistenz zusammen gemischt. 

Zwei Stunden lang hat sich gar nix bewegt, dann hat endlich die Schwinge gezuckt. Rute hoch, Fisch hängt. Die nächste Tinca für die Statistik *dollfreu*.

42cm / 1Kg

Wieder rein mit dem Köder, und wieder tat sich erstmal gar nix. Komisch, dass sich noch nichtmal kleine Plötzen einstellen. Beim nächsten Zucken in der Spitze und dem hochnehmen der Rute wusste ich gleich, "die ist noch besser". Das es wieder eine Schleie war habe ich mir sofort gedacht, aber die hat ordentlich gezickt bis sie endlich im Kescher war.

47cm, 1,5kg

Yeah, Baby! So macht das Spaß 🙂

Eigentlich wollte ich ja in die Dämmerung reinfischen, aber nach diesem Erfolg habe ich dann kurz danach hochzufrieden zusammen gepackt. Was soll denn in der Dämmerung da noch besser werden? 😉

Links:

Die feine englische Art…

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Also, ich habe ja seit zwei Wochen Urlaub. Diese zwei Wochen haben wir zum großen Teil in unserer Wohndose an der Ostsee verbracht. Und dort habe ich mir in Ruhe den ersten Teil der Filmreihe A Passion for Angling angesehen, und war sehr angetan von der Einfachheit mit der diese very british Fishermen an die Sache herangehen.

Ich bin und bleibe ein Proppengucker. Ich liebe es einfach eine Pose zu beobachten, zu warten bis es zuppelt und dann den ein oder anderen Silberling an Land zu begrüßen.

Aber der Aufriss beim Ansitz. Stuhl/Plattform, Rutentasche mit zwei bis drei Ruten, Setzkescher, Schirm, Futtereimer, Tackelboxen, ach was weiß ich was ich noch immer alles mitschleppe. Am auserkorenen Platz angekommen, muss erstmal Futter gemischt und ein Platz angelegt werden, bis man ans Fischen kommt sind locker 30 bis 45 Minuten erstmal mit dem Auf- und Anrichten verbaselt. Ja, das macht auch Spaß, aber nur wenn man dann auch etliche Stunden an dem Platz bleibt. Und wenn man trotz Futter die Brüder nicht an den Platz bekommt geht man auch mit all dem Gerödel mal ohne Fang nach Hause. Aber erst nachdem man den halben Hausstand wieder zum Auto gekarrt hat.

Und was machen diese Briten da? Die gehen mit fast nix los und fangen sich die Nase wund. Dieses Filmchen hat mich dermaßen begeistert, das ich einige Tage nix anderes auf Youtube gesehen habe als Filme zum Thema Trotting, Webseiten durchstöbert und so einiges gelesen habe.

 In "meiner" Miele habe ich zum Glück einen recht ordentlichen Bestand an Weißfischen, und da der Graben normalerweise als Fließgewässer eingestuft werden kann war der Weg zum Ziel dann recht kurz.

Um den Geschmack abzurunden muß man diese Methode aber mit der richtigen Rolle fischen. Fix eine Centre Pin ausgesucht und bestellt, heute frische 0.18er monofile Schnur aufgespult und ab an die Au.

So sah heute das gesamte Material aus das ich mit an die Au "geschleppt" habe:

Ja, mehr braucht man tatsächlich nicht:

Neben den obligatorischen Papieren ein paar Hakenhefte mit Haken in den Größen 12 bis 18, meine rote Polbrille damit ich den Proppen auch auf Distanz vernünftig erkennen kann, ein paar Posen und einen Satz Klemmbleie (nicht lachen, ich kenne die englischen Maßeinheiten noch nicht auswendig, darum stehen die Gramm-Angaben mit auf der Kiste), eine Zange, Hakenlöser, Schere, Messer, Handtuch. Da ich mit 0.18er Mono unterwegs war und die Tubertini-Haken eh gebunden sind kann das FC nächstes Mal auch daheim bleiben.

Dazu ein Kescher, meine 14-Fuß Fox Vario Match, und die neue Rolle, eine DAM Quick Shadow Centre Pin:

Und womit will ich die Fische überzeugen? Genau, mit Weißbrot. Etwas Brotpampe im Eimer zum locken und ein halbes Kastenbrot zum rausbröseln der Hakenköder.

Und das war es. Damit ausgestattet habe ich mir den ersten Spot ausgeguckt.

Schnell die Pose ausgelotet, eine Hand voll Brotmatsch ins Wasser und die Montage hinterher. Das war es. Ab jetzt wird gewartet bis ein Fisch dem Brot nicht wiederstehen kann.

Na, wer findet den Proppen:

Das geniale is nämlich, wenn sich nach 'ner halben Stunde nix tut packt man seine sieben Sachen und geht zum nächsten Platz. Einfach so.

Ja, und beim dritten Platz war es dann soweit. Der Proppen taucht weg, und ich durfte meinen ersten Fisch mit der Centre Pin drillen. Ein wunderschöner Aland war heiß auf das Brot.

Knapp 40cm hatte der Bursche, das macht einen unglaublichen Spaß an dem feinen Geschirr.

Ja, ich bin voll infiziert von der feinen englischen Art. Ich will es in der kommenden Woche auch unbedingt mal mit Maden ausprobieren um ein paar Rotaugen oder auch mal 'ne Bräse zu erwischen.

 

5h1b1f

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Heute mal den halben Tag Zeitausgleich genommen, und den Sonnentag dazu genutzt mal wieder die Au unsicher zu machen. Ab morgen soll es wieder kälter werden, am Sonntag mit 10cm Neuschnee kommt der Winter zurück. Ich hasse es.

Aber draußen war es toll. Heute so an die 10°C, und mal nur eine ganz schwache bft2 aus Nord-Ost.Und wieder die gleiche Mischung gefischt wie am Sonntag an der Eider: An der Karpfenrute einen Boilie ins kalte Wasser gehängt, und mit der Matche wieder zwei Maden am 16er Haken gebadet.

Fazit des Tages: 5h gefischt, 1 Biss gehabt und diesen auch verwertet. Ein 40cm Aland hat ordentlich Druck an der Matche aufgebaut landete im Kescher. Leider ist er mir in dem Moment als ich das iPhone aus der Jacke hatte aus dem Kescher zurück ins kalte Nass gehüpft. Also heute kein Fischbild aber einige "Impressionen".

Hoffentlich hält die Kälteperiode jetzt nicht wieder ewig an sondern ist eher sowas wie das letzte aufbäumen des Winters.

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Müh- aber Erholsam

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Gestern war es endlich so weit, endlich mal wieder mit guten Kumpels gemeinsam den Friedfischen nachstellen. Wie immer waren alle außer mir mit Feeder-Ruten unterwegs und ich mit der Matchrute.

Es ging an die Eider im Hennstedter Bereich. Der Wind aus Nort-Nordwest kam ziemlich fies von der Seite, und mit einer stetigen bft3 und ab und an mal stärkeren Böen hat der noch ordentlich gebissen. Aber für 1,5 Stunden war auch mal die pure Sonne am strahleblauen Himmel, allein dafür hat sich das frühe aufstehen gelohnt.

Zum ersten Mal habe ich nun auch neben der Match einen Boilie ins Wasser geworfen. Frisst ja kein Brot, drei Ruten sind erlaubt. Also einen Fluo PopUp am fest montierten Method-Feeder rausgeworfen, das Ü-Ei in den Piepser gehängt und einfach liegen gelassen. Aber da hat sich kein Interessent für gefunden, war eigentlich auch so zu erwarten.

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Es hat sich dann später zugezogen und der Wind hat noch etwas gedreht, aber bis dahin war ich eingeworfen und die ersten Plötzen sind auf dem Futterplatz gewesen. Aber alles echt nur Kleinfisch, ich hatte in Summe am Schluß 7 Rotaugen die an den Maden nicht vorbeigekommen sind.

Die Spitze vom Waggler ist leider nicht zu erkennen 🙂

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Die Feeder-Fraktion war da erfolgreicher: Einge Brassen bis an die 800g, schöne Rotaugen und sogar Rotfedern gingen dort an den Haken.

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Für mich war es der erste Ansitz an der Eider, aber bestimmt nicht der letze.

 

 

Match-Abschluss am Gieselau-Kanal

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So, heute wurde zum letzen Mal die Matchrute in die Hand genommen. Zumindest für dieses Jahr. In 2013 will ich das nämlich wieder öfter machen.

Heute ging es nochmal gemeinsam mit Georg Wahle vom Feedershop.de an den Gieselau-Kanal.


Größere Kartenansicht

Dieser Kanal verbindet die Eider mit dem Nord-Ostsee-Kanal und ist die Pachtstrecke vom ASV Albersdorf. Durch die Anbindung an diese beiden Gewässer verfügt dieses Teilstück über einen sehr guten Bestand an Weißfischen. Aber auch für seine guten Zanderfänge ist der Gieselaukanal bekannt.

Ich habe mich heute trotz schwieriger Voraussetzungen wieder für die Match-Rute entschieden. Trotz Wind in Böen um die 50 km/h sowie ordentlichen Hagel- und Regenschauern konnte ich meine Handvoll kleiner Plötzen fangen und war so mit dem Tagesergebnis zufrieden.

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Georg als ausgewiesener Profi mit der Feeder-Rute war da weitaus erfolgreicher, einige schöne Brassen und eine wunderschöne Rotfeder konnten an seinen ausgelegten Ködern einfach nicht vorbei.

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Damit beschließe ich heute auch meine Match-Saison 2012 und freue mich schon darauf im nächsten Jahr gemeinsam mit Georg und weiteren Anglern aus dem Team vom Angelspezi in Heide wieder den ein oder anderen Weißfisch an Land zu ziehen.