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Frühsommer

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Lange ist es her seit der letzten Meldung, aber irgendwie fehlte mir (mal wieder 🙂 ) die Motivation. Ich werde wohl nie der Welt fleißigster Blogschreiber. Egal!

Gestern ging es mal wieder ins Vereinsmoor nach Sarzbüttel. Einfach eine schöne Ecke, auch wenn im großen Loch nur wenige Parzellen von unserem Verein aus befischt werden dürfen. Aber trotzdem: Es ist herrlich ruhig dort, man hört eigentlich nix anderes als Vogelgebölk und Gansgeschnatter. Nach dem Frühstückskaffee ging es also los. Zwei Ruten und alles was dazugehört ins Auto und ab in die Wildnis.

Aufgrund der recht kräftigen Windböen habe ich mich gestern mal für eine Doppelspitze entschieden, und an beiden Ruten eine Quiverspitze montiert. An der etwas längern Tudor Supreme habe ich einen 15 g Method Feeder mit 8mm Ananas Boilie gefischt, an der Swing Tip Ledger einen normalen 15 g Swimmfeeder mit drei Maden, beide Montagen waren mit einem 14er Tubertini S808 Barbless bestückt.

Futter gemacht, Ruten montiert, und ab ins Wasser mit dem Zeug.

 

Dann hieß es erst einmal warten bis zum ersten Zupfer. Das sollte auch fast zwei Stunden dauern, aber zum Glück ist im Moor so viel Viehzeug unterwegs, das es einem dort nicht so schnell langweilig wird. Dieses mal war neben den obligatorischen Gänsen auch ein Vierfüßer unterwegs um die leicht zweistelligen Temperaturen zu genießen (es geht nicht um den PKW!).

Dann war es endlich so weit, die weiße Spitze schlug aus, Rute hoch und ab dafür. Der Tag sollte mit einer schicken Bräse beginnen. 62 cm und gute 3,5 kg brachte der Brocken mit, zum Glück hat die Rovic Rolle eine fein justierbare Bremse. Mein Dinsmores Panhead hat so gerade noch ausgereicht, aber da die Fische bei uns jetzt nicht mehr so viel größer werden, sollte der erstmal noch ausreichen.

 

Aber Bräsen wollte ich ja eigentlich nicht, der Sinn stand mir mehr nach einer schönen Schleie. Also direkt wieder frische Maden auf den Haken und los gehts. Es gingen noch weitere kleiner Geschwister der Bräse an den Haken, ich meine so 5 oder 6 Stück, alle kleiner, so zwischen 30 und 40cm. 

Dann kam eine kurze Beißpause von vielleicht 45 Minuten. Ich war schon am überlegen, ob ich den Tag ausklingen lassen sollte, da fing die Spitze wieder fein an auszuschlagen. Der Anhieb saß, und in den Kescher kam dann auch der Zielfisch des Tages. Mit 42 cm kein Riese, aber makellos.

Eine halbe Stunde lang hielten mich die kleinen Bräsen etwas auf Trab, danach habe ich es dann aber auch gut sein lassen, habe zusammengepackt und mich auf den Heimweg gemacht.

Am Boilie hatte niemand Interesse, das werde ich aber nicht aufgeben.

 

 

Hechtblech

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Im Moor war ich schon lange nicht mehr. Heute früh um 7 haben die Hunde so genervt, dass ich eh aufstehen musste. Also die Gelegenheit genutzt, die Tasche gepackt, und ab nach Süderholm, um mal wieder klassisch zu blinkern.

Ich hatte mal wieder viel zu viele Köder dabei, aber beim einpacken habe ich halt immer Angst, den wichtigsten Köder dann doch zu vergessen. So sieht meine Moor- und Au-Hecht-Kiste aktuell aus, ich denke, die Bestückung wird erstmal so bleiben.

Enthusiasten bekommen bestimmt schon Pickel beim Gedanken an die Plastikteile (ZAM und Mann's Baby 1-Minus), aber man will ja nicht wieder heimfahren, nur weil man den richtigen Köder nicht dabei hat. Gefische habe ich heute aber dann doch nur mit zwei Ködern, dem Heintz und dem kupferenen in der gleichen Reihe. Letzterer trudelt unglaublich schön, der läuft auch eingeleiert besser wie mancher Wobbler. Anders halt.

Gefischt wird das Blech an meiner 8-füßigen Fibalite mit einer TC von 7/8 Pfund, was in etwa einem Wurfgewicht einer drieviertel Unze entspricht. Mit der 2701 ein tolles Gespann.

Man sieht auf jeden Fall, dass die Bäume auf den Winter eingestellt sind, viel Laub ist da auf jeden Fall nicht mehr drauf.

Schön ist es, im Moor. Auch wenn es heute den ganzen Tag über nicht richtig hell geworden ist.

Da ich einen sehr netten Bekannten getroffen habe sind wir gemeinsam weiter, und da auf der Süderholmer Seite nix ging haben wir uns Richtung Ostrohe aufgemacht. Es sollte aber heute keinen Hecht für mich geben. Mein Kollege bekam dann noch einen kleinen 53er Hecht ans Band, während bei mir bis auf einen Nachläufer keiner Lust hatte, mal eben ein Stück Blech zu probieren.

Um 12:00 ging es dann wieder heimwärts. Irgendwie ist mir das frühe aufstehen heute wohl nicht bekommen, mein Magen fühlte sich nicht so toll an. Also ab in die Falle, und nochmal ganz in Ruhe ein paar Stunden den Sonntag genossen. War die richtige Entscheidung, jetzt geht es mir schon weitaus besser.

Und beim nächsten Mal werde ich dann wieder die Kuhlen durchpflügen, über die man im Sommer wegen der dichten Seerosenfelder drüberlaufen kann…

Urlaubsabschlussansitz

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Gestern war ich nochmal im Moor des Nachbarvereins. Diese Karauschennummer hat mich nicht losgelassen, das wollte ich nochmal antesten.

In der Hoffnung eine Kuhle zu finden, in der noch keine Zwergwelse unterwegs sind, habe ich mir ein anderes Loch ausgesucht. Und alles richtig gemacht, die kleinen Störenfriede sind dort (noch?) nicht präsent.

Also los. Platz gesucht und aufgetackelt. Wie immer mit drei Ruten gefischt, wobei ich die in der Mitte in Zukunft wohl eher mal auslassen werde.

Ganz rechts die obligatorische Deadbait-Rute. Da ich vorher beim Höker in Heide war, konnte ich die dieses Mal direkt auslegen, und musste nicht erst auf Plötzen warten (was allerdings nicht notwendig gewesen wäre).

In der Mitte meine Waggler-Montage an der B&W CTM14A an der Mitchell 304S. Dieses Mal einen Gr.5 Tubertini Waggler direkt auf eine "Kante" gelegt. Die ", weil es dort von ca. 40cm auf sagenhafte 60cm abfällt. So ziemlich die einzige Struktur, die ich gefunden habe. Dort kam wieder mein 10mm Boilie (Ananas / Fisch) am 10er Haar zum Einsatz. Ich bin froh, wenn die Murmeln endlich weg sind, dann werden beim Markus vernünftige geholt. Mit der Zwille wieder zwei, drei Handvoll rings um den Proppen verteilt, hat sich auch gestern wieder keine Sau für die Murmeln interessiert.

Ganz links meine aktuelle Lieblingsrute: Die B&W XLS12. Ausgestattet mit der frisch abgeschmierten und Teflon-gebremsten Garcia Mitchell 300 habe ich dort wieder eine Stachelschweinborste überbleit auf Grund gelegt.

Ich glaube, ich habe es schonmal erwähnt. Ich bin manchmal so faul, das es stinkt. Gestern zum Beispiel. Ich hatte keine Lust noch in den Edeka zu gehen um Haferflocken und Sweetcorn zu kaufen, und da der Höker in Heide auf dem Weg liegt und ich eh noch Würmer holen wollte (auch die buddel ich nie selbst, obwohl ich bestimmt 3 m³ Kompost im Garten habe…), habe ich es mir einfach gemacht.

Als Futter habe ich eine Tüte "Schleie / Karpfen" von Willy Frosch aus dem Balzer Programm mitgenommen. Das hat recht grobe Partikel drin, sah sehr gut aus. Davon habe ich ungefähr 200g angerührt und einen kleinen Platz angelegt. Als Hakenköder sollte wieder Mais zum Einsatz kommen. Da keine Bonduelle Dose dabei war auch was teures gekauft: Ein Glas Cukk Körner. Die sind tatsächlich anders als der Mais, den ich aus der Dose kenne: Die Körner sind größer und härter. Da ich ohne Haar, direkt auf den Haken aufspieße, war das sehr praktisch. Gibt es mit diversen Additiven, ich habe aber absichtlich "natural" verwendet.

Ein einzelnes Maiskorn auf den AS04B von Mustad der Größe 14 (0.16er Vorfach), und ab damit in die Tiefe. Bzw. ins Wasser. Denn am Futterplatz hatte ich ungefähr 40cm Wassersäule zur Verfügung. War aber hoch spannend gestern. Da der Grund dort extrem modderig ist, konnte man immer sehen, wenn irgendwelche Fische auf den Platz kamen, denn dann ging eine dunkle Wolke im Wasser auf. Man konnte nur nicht sehen, was für ein Bursche sich da die Wampe vollgehauen hat.

Ungefähr in der Mitte lugte die Spitze der Stachelschweinborste 5mm aus dem Wasser.

In der ersten Stunde ging mit Mais gar nix. Aber diese Wolken gingen regelmäßig hoch, also irgendwas musste da sein. Mal zum Testen zwei Dendros auf den Haken, Bisse, aber kein wegziehen der Pose. Ein Madenbündel brachte dann die Lösung: Rotfedern. Ungefähr Handtellergroß waren die dort unterwegs. Schnell waren zwei davon im KöFi-Eimer platziert und ich habe wieder auf die Maiskörner umgesattelt. Ich wollte ja keinen Kleinfisch, Köfis hatte ich jetzt genug.

Und dann war auch wieder Ruhe angesagt. Bis auf einmal die Borste etwas hochkam, und dann recht gezielt auf Tauchfahrt ging. Rute hoch, der Haken hängt. Au ja! Bange Blicke auf die Bremse, aber jetzt, mit Teflon-Washer, tut sie absolut zuverlässig ihren Dienst. Denn zuerst konnte ich den Kollegen recht einfach bis kurz vor den Kescher lotsen und konnte recht früh die ersten goldenen Fünf-Markstücke auf dem Rücken sehen, aber dann zog er seelenruhig bestimmt 30m Schnur von der Spule, und musste mit viel gutem Zureden immer wieder Richtung Land zurück bugsiert werden. Immer wieder leicht rangeholt zog er auch immer wieder in aller Ruhe ab. Aber nach einigen Minuten war es dann soweit. Ich war froh, meinen Balzer-Kescher dabei zu haben, denn in der SC-Kelle wäre das tricky geworden. Also rein in den Kescher. Yeah! Mein erster "besserer" Karpfen.

Jeder Kaprfenangler würde da müde lächeln, aber ich habe mich gefreut wie Bolle. An dem verhältnismäßg feinem Gerät war das schon eine spannende Nummer.

So etwas wie eine Abhakmatte besitze ich noch nicht, da ich bisher noch keinen Beifang dieser Art hatte. Damit ich den Kollegen jetzt nicht umständlich aus dem Kescher auf das Maßband heben musste, habe ich alle Aktionen im Kescher, bzw. auf dem Keschernetz liegend ausgeführt. Das Maßband wurde nur kurz davor gelegt, der Haken war eh schon raus (barbless ist einfach toll) als der Druck von der Schnur war.

Ein schöner, feister Spiegler. Mein PB (bisher gingen wenn dann immer nur kleine Satzkarpfen auf meine Köder).

Für solche Fälle habe ich ja wenigstens immer eine Waage dabei:

Sehr geil! Knapp 1,4Kg muss man für den Kescher abrechnen, bleiben aber immer noch gute 4,5kg, die der Bursche mitbrachte. Ich habe gestrahlt wie ein Honigkuchenpferd.

Ich habe dann zwar die Montage wieder ausgebracht, aber auch nach 2 Stunden ging da nix mehr. Als die Dämmerung eingesetzt hat habe ich testweise nochmal ein paar Würmer aufgespießt, und umgehend kamen die Rotfedern an Land. Also habe ich dann wieder eingepackt.

Fazit:
– Mais ist doch geil, man muss nur erst etwas Vetrauen finden.
– Ananas / Fisch funktioniert bei uns nicht. In drei Ansitzen nicht ein einziger Biss. Gut, dass die fast alle sind
– Teflon in der Bremse ist wichtig!

Damit ist mein Urlaub jetzt nahezu beendet. Morgen und übermorgen werde ich zwar nochmal an die Au kommen, aber nur stundenweise, kein größerer Ansitz mehr.

An dieser Stelle mal ein Dank an die Experten auf Stilvoll-Fischen ! Eure Beiträge sind eine Quelle der Inspiration für mich, das macht unglaublich viel Spaß! Und es funktioniert

Abschließend noch ein Eindruck von der Kuhle bei sinkendem Sonnenstand

Trari, trara – Der Wels ist da…

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Angeregt durch eine Diskussion auf unserem neuen Projekt Stilvoll-Fischen wollte ich gestern mal sehen, ob es mir gelingt eine Karausche oder einen Giebel zu fangen. Was liegt da näher als die Kuhlen des ASV Heide. Ich habe mir eine Kuhle im Ostroher Bereich ausgeguckt, war so gegen 13:00 Uhr am Wasser und habe ganz in Ruhe aufgetackelt und die Montagen fertig gemacht. Diese Stelle sah vielversprechend aus

Links oben vor dem Seerosenfeld habe ich einen 6g Waggler mit 10mm Boilie am Haar platziert, und rechts, direkt vor dem Busch, so in 1 bis 2m Entfernung vom Ufer, eine Stachelschweinborste mit einem Maiskorn.

War aber irgendwie gestern nicht so mein Tag. Beim Auswerfen der Wagglermontage bin ich glaube ich 10 mal hinter mir in den Büschen hängen geblieben. Eine 14ft Rute ist da etwas umständlich vom Handling her. Aber irgendwann war alles fertig. Rund um den Waggler wurden zwei, drei Zwillenladungen Boilies platziert, und am Platz vor den Füßen habe ich eine Mischung aus gemahlenen Haferflocken und Zwieback mit püriertem Mais angeboten. Nachdem die Plätze angelegt waren konnte es losgehen.

Nach wenigen Minuten hing die erste Plötze am Band, eine schöne Brasse folgte nach einiger Zeit. Dann kam Unruhe auf den Platz. Es stiegen Luftblasen auf als würde das Wasser kochen. Nach Schleien oder Karauschen sah mir das aber nicht aus, und auch Bräsen machen normalerweise nicht solch ein Trara.

Die Lösung stellte sich nach wenigen Minuten ein: Diese kleinen Plagegeister haben sich also auch in dieser Kuhle breitgemacht.

Unglaublich, was die für eine Welle machen. Es ging zwar zwischendurch immer wieder mal eine Plötz oder Bräse ans Band, aber ansonsten ausschließlich diese Burschen. Und egal ob Lebendköder wie Made oder Wurm oder Maiskörner, die schrauben sich einfach alles rein. Nur an die Boiliemontage sind sie nicht herangegangen, vielleicht setze ich da in Zukunft drauf auf. Zum Friedfischangeln mit den gängigen Ködern hat sich das Moor dann wohl erledigt. Ich will es diese Woche nochmal mit Zwiebackteig probieren, und ggf. mit Pellets oder kleinen Murmeln.

Immerhin konnte ich meine Fertigkeiten im Umgang mit der Liftmontage an der leichten Stachelschweinpose trainieren. Neben gefühlten 400 Fehlbissen habe ich irgendwo im unteren zweistelligen Bereich diese kleinen Bartelträger rausgeholt. War also recht kurzweilig. Zusätzlich belohnt wurde ich durch einen wunderschönen Sonnenuntergang.

 

 

Die richtige Mischung

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Ja, ich gebe es zu, ich bin wirklich beim Futterkorb angekommen. Und da spielt das richtige Futter nunmal auch eine sehr wichtige Rolle. Klar, auch beim Matchen muss das passen, aber durch die wirklich Ködernahe Ablage des Korbes muss beim Feedern oder Quivern wirklich alles stimmen.

Bisher habe ich mich ja immer auf die Mischungen verlassen, die mir mein Freund Georg vom Angelspezi-Heide zusammengestellt und empfohlen hat, eben immer mit dem Fokus auf das Matchfischen. Beim letzten gemeinsamen Ausflug meinte er schon, wenn ich öfter mit dem Körbchen losgehe solle ich mir ruhig mal das Gamma Futter von Geers ansehen. Das habe ich jetzt zweimal gemacht, und ich bin wirklich begeistert. Das ist jetzt kein Langzeit-Test, aber rein subjektiv (wie auch sonst) gefällt mir das Futter sehr gut. Ich habe es in der Mischung Vanille Orange probiert, es gibt aber noch andere Sorten, die ich auf jeden Fall mal bestellen und probieren möchte.

Das Futter hat eine kräftige, orange Farbe und setzt sich vom Gewässergrund gut ab. Nach dem ersten Anziehen und nachfeuchten bleiben auf dem Sieb die unerwünschten Klümpchen liegen, und in der Futterwanne ist alles fertig. Ich habe lediglich noch zwei, drei Handvoll gerösteten Hanf beigemischt, keine Ahnung, ob das besondere Auswirkungen hat. Wenn ich heute nachmittag dran denke mache ich mal ein Bild von der fertigen Mischung.

Nachtrag: Hier mal ein Bild von der Mischung. Durch die Sonne sieht es noch etwas krasser aus, ganz so knallig ist es nicht.

Noch eine kleine Handvoll Maden rein, und los gehts. Der Test vor den Füßen sieht gut aus: Das Futter löst sich sehr gut aus dem Korb, es entsteht ein kleiner aber feiner Teppich. Bei den hier vorrangig bestehenden geringen Wassertiefen ein wichtiger Punkt. Wenn das Futter da zu lange als dicker Klumpen rumliegt und sich nicht auflöst bringt das alles nix. Aber das Gamma macht alles richtig.

Wie immer, nach gut einer Stunde am Platz hatte ich die ersten vorsichtigen Anfasser, und nach kurzer Zeit dann die erste Tinca im Kescher. Das sollte gestern aber wohl ein ganz besonderer Tag werden. Wieder wehte eine recht ordentliche bft4, in Böen 5 aus Nord-Ost, und traf damit seitlich auf die Schwingspitze. Ich habe mir beim Angelspezi-Heide ein Modell mitgenommen, (ich meine von Jenzi), bei dem man ein verschiebbares Gewicht auf der Schwingspitze verschieben kann, um auf Wind zu reagieren. Damit hat alles perfekt funktioniert.

Gestern bekam die Swing Tip Ledger ordentlich was zu tun. Für eine Rutenbeschreibung bemühe ich mal eben den Verkäufer her, der mir diese tolle Rute und Rolle vermacht hat:

Die Rute ist eine 9'4 Swing Tip Ledger unbekannter Herkunft. Baujahr ca. 1980, TC liegt bei 7/8lb bis 1lb. Die Rute liegt zwischen Mid- und Fullflex, in Richtung Mid, aber halt nicht so schön definiert, wie z.B. eine RWA. Der Blank ist gezapft und mit Intermediates gewickelt, was recht aufwendig ist und toll aussieht. Der Zustand ist neuwertig.

Ich habe die Rute in England von privat erworben zusammen mit einer Stanjay Sports The Avon 1 1/4lb TC in 10ft. Die Avon ist optisch sehr ähnlich, weshalb es sein kann, dass die STL auch von Stanjay stammt. Afaik war dies ein großer Dealer, der auch eigenes Tackle vertrieb. Falls hier jemand Infos hat, immer gern!
 

Die Rolle ist eine seltene Rovic DX-100. In Japan hergestellt und an Sigma Supra angelehnt. Etwa 35er Größe, Ganggeräusch, Fold Bail und Ganzmetall. Die Rolle ist extrem spielfrei und sehr aufwendig gefertig. Etwa 1984, in neuwertigem Zustand.

Hier zur Erinnerung nochmal ein Bild der Combo:

Es rappelte immer wieder, bis so gegen 17:30 eine größere Pause einsetzte. Da fiel mir ein dass Gerald, Angelkumpel und Mitarbeiter im Angelspezi-Heide, (u. a. frisch gebackener deutscher Meister im Team Schleswig-Holstein beim DAFV Anglertreff – Fischereitag Feeder am 26. und 27.04.2014 in Abbendorf), mir gestern früh noch was empfohlen hat, um müde Schleien wach zumachen: Wurmspray.

Jo, das Zeug müffelt wie Hölle, eben wie eine Handvoll Würmer mit ohne Würmer.

Also habe ich ein paar Spritzer davon mit in das Futter gemischt, und noch einige Körbe geworfen. Ja, es hat dann noch einige Male geschnackelt.

Am Ende des Tages konnte sich das Resultat sehen lassen: 7 Schleien konnte ich landen, 2 haben sich noch ganz kurz vor dem Kescherkopf durch einen geschickten Schlenzer vom Haken gelöst (das ist es, was ich an den Barbless Haken mag: Sobald der Zug weg ist, fallen die schon fast raus. Ja, kann sein dass man den ein oder anderen Fisch damit verliert, aber das ist es mir wert…), und einige Bisse habe ich natürlich noch verpeilt.

Ich denke, ich werde heute noch einen Ansitz an der Außenmiele oder in Barsfleth starten, Auto ist schließlich noch gepackt, und die Alande laufen mir nicht weg…

Links:

  • Gamma Futter und Sensas Bombix Vers de Terre gibt es beim Angelspezi-Heide im Geschäft
  • Wunderbaren Vintage Kram, liebevoll aufbereitete Sietzkiepen, Kescherstäbe und vieles mehr gibt es bei Olli von Vintage Seatboxes

 

Bei Ostenwind…

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…da beisst kein Stint. Heisst es. Und am Samstag am Gieselaukanal ist diese "Wahrheit" ja auch halbwegs aufgegangen. 

Am Sonntag hat der Wind noch etwas kräftiger gepustet als am Samstag, aber im Moor kann man den Angelplatz so arrangieren, dass der Schirm den gesamten Wind fängt, und man angenehm Schwinge und Proppen betrachten kann.

Schnell war der Matrix Space Brolly aufgebaut, das Futter (Geers Gamma Feedermischung, zusätzlich etwas gerösteten Hanf) gemischt, der Proppen mit dem Wurm ausgebracht, und dann wurde auch schon das Körbchen geworfen. Aber in der ersten Stunde tat sich gar nix. Außer einem Schwanenpaar das sich die Sonne auf den Kopf scheinen ließ.

Dank der Schwingspitze mit dem verschiebbaren Gewicht ließ sich die Schnur trotz der immer wieder aufkommenden Böen sehr gut beobachten. 

Rechts von der Schwinge wieder die John Wilson Float, an der ich einen Waggler auf Grund gelegt habe. An der Rute tat sich gestern aber nix…

Aber so nach 'ner Stunde zuckte die Schwinge dann endlich. Den ersten Biss hatte ich verpeilt, die Maden kamen schön ausgelutscht wieder zum Vorschein. Aber nach dem nächsten Wurf und einigen Minuten warten zuckte es wieder, und ich konnte die erste Schönheit des Tages in Augenschein nehmen.

42cm, 1kg

Habe ich schon gesagt, dass die Schleienangelei echt Spaß macht?

Korb wieder raus, Pause. So nach 'ner halben Stunde konnte ich ganz vorsichtige Zupfer erkennen, aber zwei oder drei Anschläge gingen ins Leere. Immer wieder schön zwei Maden auf den 14er barbless Tubertini S808 und aufpassen. Dann, beim ersten Anzeichen eines Zuckens einen Anhieb gesetzt. Alter! Was ist das denn jetzt für ein Koffer? Der ging sofort in die Bremse, ohne dass ich Gegenwehr hätte aufbauen können. Vorsichtiges dagegenhalten brachte die Rute in einen gleichmäßigen Halbkreis, aber die Bremse surrte weiter. Bis auf einmal ein kurzer Ruck spürbar wurde, und ich das Körbchen ohne weitere Schwierigkeiten einholen konnte. Ausgeschlitzt. Der Haken war noch dran an der Montage, ich denke, da hat ein Karpfen sehr spitz gebissen und keine Lust auf eine Ufer-Tour gehabt.

Der hier durfte also leider nicht zum Einsatz kommen.

Egal, weitermachen. Nach wieder knapp 20 Minuten der nächste Biss, der nächste Fisch.

46cm, 1,5kg

Also am Wind kann es an diesem Gewässer nicht liegen…

Ich habe dann noch etwas weiter gefischt, und es kam noch eine kleine (38cm/850g) Schleie, eine Bräse und eine Plötz dazu

Apropos Plötzen. Die haben mich echt irre gemacht. Schon in der Absinkphase (sofern man bei einem Meter Wassertiefe davon reden kann) haben die sich an den Maden vergangen, ich hatte etliche Fehlbisse und nur noch Schlusen am Haken. Dann hat der Wind auch noch auf eine stetige bft5 bis 6 aufgefrischt, so dass ich mir gedacht habe "toppen kann den Tag eh nix mehr", eingepackt, und mich auf den Weg Richtung Wohnzimmer-Couch begeben habe.

 

Links:

– Matrix Equipment und das Gamma Feederfutter gibt es beim Angelspezi-Heide, bzw. dem Feedershop

Wiederholungstäter

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Nach dem großen Erfolg am Samstag habe ich das Oster-Wochenende genutzt, um mal etwas zu experimentieren. Am Ostersonntag sind dabei ungefähr 2Kg Weißfische rumgekommen, schöne Plötzen und ein oder zwei kleinere Brassen. Gestern wollte ich dann nochmal das Rezept vom Samstag probieren. Da man Schleie ja nur ganz früh am Morgen oder spät am Abend in der Dämmerung fangen kann war ich unsicher: Früh aufstehen, oder abends länger machen? Zum frühen aufstehen konnte ich mich nicht durchringen. Also gemütlich bis 9 gepennt, etwas rumgedaddelt, und so gegen 11 mal mit der Frau auf den Meldorfer Innenstadtflohmarkt gegangen. Da war es mir dann aber zu voll, kann ich nicht mehr gut mit um, mit so vielen Leuten. Also dem Schatz noch einen Kuss gegeben, und einfach ins Moor gefahren, auch wenn die Zeit nicht dem Plan entsprach.

So gegen 14:00 Uhr war dann alles aufgebaut. Gefischt wurde wieder mit der Schwingspitze und der John Wilson Matche.

An der Schwinge wieder mit zwei Maden am 16er Tubertini S808 (barbless) und kleinem Körbchen, an der Matche ein kleines Wurmbündel am 10er Wurmhaken unter einem Straight Waggler (3gr) leicht überbleit auf dem Grund abgelegt. An der Rute sah der Köder übrigens am Ende genau so unberührt aus, wie am Anfang. Um den Waggler herum habe ich zwei oder drei Handvoll fertige Partikelköder mit der Futterzwille verteilt.

Im Körbchen wieder die Erfolgsmischung, die mir mein Freund Georg vom Angelspezi-Heide mal zusammengestellt hat. Ich weiß übrigens gar nicht, wie ich so lange ohne ein Sieb und einen vernünftigen Eimer ausgekommen bin. Es ist wirklich unglaublich, wieviel besser das Futter wird, wenn es nicht einfach in einem alten Farbeimer zusammengekippt wird. Ein Super Set ist z. B. dieses hier. Mit dem passenden Sieb dabei ist ratz, fatz eine vernünftige Konsistenz zusammen gemischt. 

Zwei Stunden lang hat sich gar nix bewegt, dann hat endlich die Schwinge gezuckt. Rute hoch, Fisch hängt. Die nächste Tinca für die Statistik *dollfreu*.

42cm / 1Kg

Wieder rein mit dem Köder, und wieder tat sich erstmal gar nix. Komisch, dass sich noch nichtmal kleine Plötzen einstellen. Beim nächsten Zucken in der Spitze und dem hochnehmen der Rute wusste ich gleich, "die ist noch besser". Das es wieder eine Schleie war habe ich mir sofort gedacht, aber die hat ordentlich gezickt bis sie endlich im Kescher war.

47cm, 1,5kg

Yeah, Baby! So macht das Spaß 🙂

Eigentlich wollte ich ja in die Dämmerung reinfischen, aber nach diesem Erfolg habe ich dann kurz danach hochzufrieden zusammen gepackt. Was soll denn in der Dämmerung da noch besser werden? 😉

Links:

Mit der Schwinge ins Moor

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Vor einigen Wochen habe ich günstig eine alte, ziemlich abgerockte Schwingspitzenrute ergattert, damit wollte ich diese Fischerei einfach einmal ausprobieren. Nachdem ich das getan hatte, stellte sich raus, das mir diese Angelei doch tatsächlich Spass macht. Also kommt die alte Schwinge jetzt Richtung Wohnwagen (Bericht vom lokalen Angelsee folgt), und für daheim musste was neues her.

Da ich von einem Angelkumpel mal auf das tolle Form Classy Catchers hingewiesen wurde, bin ich dort ja auch leidlich aktiv, und habe schon das ein oder andere wunderschöne Stück gekauft. Eines der dortigen Mitglieder (Vintage Seatboxes), verkauft neben traumhaft wieder aufgefrischten Sitzkiepen oder handgenähten Futteralen auch immer wieder mal eine schöne Rute oder Rolle, alles in einem Wahnsinns Zustand. Für mich hatte der gute Mann was ganz besonderes auf Lager. Eine 9 Fuß, 4 Inch "Swing Tip Ledger", und dazu eine Rovic Rolle. Als Zugabe hat er mir noch zwei selbstgebaute Schwingen mitgegeben.

Bitte entschuldigt, ich habe meine Kamera irgendwo verlegt, darum müssen iPhone-Pics erstmal reichen…

Und sieht das aufgebaut aus:

Mit einer davon habe ich die Rute gestern am Gieselaukanal eingeweiht. Trotz recht kräftigem Seitenwind war die Bisserkennung unglaublich gut, uns so sind knapp 3 bis 4 Kg Fisch im Kescher gelandet. Heute wollte ich das gute Stück mal in unserem Sarzbüttler Moor probieren. Heute war es auch wieder recht windig, aber geschützt durch den Matrix Space Brolly ging das doch sehr gut. Ich habe zwar auch noch eine Waggler-Montage rausgelegt, da ging aber nix dran. Aber für meine Körbchen haben sich Interessenten gefunden. Es hat bestimmt zwei Stunden gedauert, dann wurden das erste Mal die Maden abgelutscht. Wieder ausgeworfen, und das Körbchen einfach liegen gelassen. Auf einmal zuckt die Schwinge, Anschlag, hängt. Ein besserer, Brassen wahrscheinlich. Aber wenn das ein Brassen ist, dann ein guter. Als ich das Landing Net (der Kescherstab kommt übrigens auch von Vintage Seatboxes), eintauche und den Fisch das erste mal sehe kommt Freude auf: Eine Tinca! Meine erste überhaupt *dollfreu*. Nachdem die schöne nochmal Dampf gemach hat ging es aber in den Kescher.

44cm, 1,45 kg.

Wahnsinnig gefreut, was für ein schöner Fisch. Aber es war noch recht zeitig, also das Körbchen nochmal raus. Wieder bestimmt 20 bis 30 Minuten kein Zupfer. Dann aber geht die Spitze wieder los. Yeah! Wieder eine Schlei, etwas kleiner und schlanker, aber genauso hübsch.

41cm, 1 kg

Was für ein Tag. Und was für ein Erfolg, beim eigentlich erst zweiten gezielten Einsatz der Schwinge. Ich bin angefixt. Auf jeden Fall verweigere ich mich den Futterkörbchen nicht mehr.

Schließlich gehe ich regelmäßig mit den Profis vom Angelspezi-Heide los, ausgewiesene Feeder-Profis, die ihr Wissen gerne weitergeben.

Ob ich nochmal auswerfe? Klar, halbe Stundegeht noch. Und nach 15 Minuten der nächste Wackler. Diesmal aber "nur" eine kleine Brasse.

Hier übrigens nochmal ein Bild vom wartenden Unterfangkescher. Man kann den wunderschönen Stab hoffentlich erahnen:

Meine John Wilson Float habe ich gestern auch mit fest montiertem Straight Waggler ausgelegt (leichter Stilbruch mit der relativ jungen Balzer MTX) und einem Bündelchen Rotwürmer und einem Maiskorn ausgelegt, da wurde aber noch nicht einmal dran rumgelutscht.

Ich bin total begeistert von der Angelei mit der Schwinge. Bei Wind (sofern nicht allzu arg) einfach eine ruhigere Köderpräsentation als mit der Matche. Und der Erfolg gibt der Methode recht. Total bescheuert, dass ich mich den Futterkörben immer verweigert habe. Na gut, normale Feederspitzen werde ich wohl eher selten fischen, aber die Schwinge kommt jetzt öfter zum Einsatz…

Links:

 

Nicht nur den Plötzen…

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…kann man mit altem Gerät nachstellen. Ich will das auch unbedingt mal mit der Spinnrute probieren. Nur leider hatte ich noch keine. Bis gestern.

Heute morgen wurde das Schätzelein ausgepackt. Angeschafft ganz speziell für die Moorhechte in Ostrohe/Süderholm. Da reicht eine leichte Spinne aus, denn die Fische sind in den seltensten Fällen mal über 80cm groß.

Gefischt wird die Rute mit der Garcia Mitchell 300, da kommt eine etwas stärkere GTM drauf, und dann wollen wir mal sehen was geht :-). Leider wird es bis zum ersten Einsatz noch etwas dauern, da ich erst ab dem 01.08. wieder damit ins Moor darf…

 

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Das letzte mal im Moor

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Und der nächste Abschluss: Ins Moor unseres Nachbarvereins werde ich es dieses Jahr auch nicht mehr schaffen.


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Heute bin ich nochmal auf die Ostroher Seite gefahren und ich habe mit zwei weiteren Angelkumpels nochmal die Kuhlen abgefischt. Ich wollte eh meine neue Hecht- und Dorschcombo mal einfischen, daher sind nur "Großköder" zum Einsatz gekommen. Direkt als ich am Wasser mit einem Kumpel geschnackt habe hat er mir eröffnet das aktuell nur auf kleine Köder was geht, 10cm Arnauds sind schon die Obergrenze.

Nun gut, ich wollte eh primär sehen was an der neuen Rute geht. Ich habe gebraucht eine St. Croix Premier Musky PM76MHF ergattert, 7' 6" reine Hechtpower von 3/4 bis 3 Unzen (steht drauf). Meine bereits im Bestand befindliche 301er Cardiff passt da drauf wie die Faust aufs Auge. Und die Rute ist genau das was ich mir gewünscht habe. Vom 1-unzigen Spinnerbait über die 90g Ninja Tube bis zum 115g La Gatzo Jerk habe ich heute so einiges an dem Stecken gefischt. Selbst sowas wie ein Mann's Stretch 1-Minus lässt sich noch werfen und man spürt sogar das gewobbel in der Rute. Aber das würde ich auch als die absolute Untergrenze betrachten. Nach oben hin packt die Rute locker 150g, aber bei mir ist bei 120 eh Schluss.

Zwischendurch habe ich auch mal den Screamin' Devil von Spro (floating, 49g) ans Band gebunden und siehe da, ein knapp 60er Hecht konnte dem nicht wiederstehen. Die Rute zeigt selbst bei einem Fisch dieser Größe eine schöne Aktion und ist kein reiner Besen.

Also alles richtig gemacht *freu*

Im Moor darf jetzt erst wieder ab dem 01.08.2013 geblinkert werden, vorher wird man mich wohl auch nicht mehr sehen an diesem tollen Gewässer.