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Saisonerföffnung

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Gestern war es endlich soweit: Der erste Tag mit zweistelligen Temperaturen, wenig Wind, und viel Sonne. Was liegt da näher, als ein Ausflug ins Moor? Also morgens noch schnell ein paar Maden besorgt, das Auto gepackt, und ab nach Sarzbüttel. Gegen 12:30 Uhr war alles aufgebaut, und ich konnte mich gemütlich im Stuhl zurücklehnen und auf die ersten Zupfer warten während ich die warmen Sonnenstrahlen genossen habe. Im Moor ist es einfach immer herrlich ruhig. Neben Gänsegebölke und Vogelgezwitscher kommen da kaum Geräusche durch, ein schöner Platz zum durchatmen und Kraft tanken.

Ich habe zwei Montagen ausgelegt: Einmal einen 15g Methodfeeder mit einem Fertigmix von Nash und einem 10mm Erdbeer-Boilie am Haar von Balzer an der Sänger Quiver, und einmal einen 5g Swimfeeder an der Hardy Swingtip. Als Futter für das Körbchen habe ich knapp eine Halbe Tüte Fertigfutter verwendet, keine Ahnung mehr welches genau. Als Haken einen 18er barbless Tubertini S808 am 0.12er Vorfach, darauf eine Made als Hakenköder.

Und dann hieß es erst einmal warten. Aber gar nich mal so lange wie ich eigentlich gedacht habe. Nach knapp einer halben Stunde fing die Quivertip ganz zart an zu zuppeln. Ich dachte erst an Rotaugen die um den Boilie rumfuttern, aber als es dann doch einen kleinen Ausschlag gab, habe ich die Rute mal in die Hand genommen. Und siehe da: Gegenwehr. Eine vorlaute Bräse hatte anscheinden Lust auf Erdbeeren.

 

Ein schöner Einstieg in den ersten Friedfischansitz im Jahr. Also gleich wieder raus mit dem Futter. Das sollte es für den Tag aber an der Rute gewesen sein mit Fisch. Aber zum Glück habe ich ja noch die Schwingspitze aufgestellt. Die dann nach einiger Zeit auch mal ausgeschlagen hat. Zum Vorschein kam ein richtiger kleiner Löwe, der die Hardy Swingtip beinahe an das Ende ihrer Kräfte gebracht, und mir im Drill so einiges abverlangt hat.

Fisch war also am Platz, also wieder raus mit der Made. Und das Zuppeln hielt an. Freudig überrascht war ich von diesem Exemplar, da hätte ich erst in zwei, drei Wochen mit gerechnet.

Es folgte noch eine Bräse, die sich bereits in ihrer Hochzeitstracht aufgehübscht hatte.

Und immer wieder kam auch ein Meister Plötz zum Vorschein. Alles keine Riesen, aber ich finde diese Fischlis einfach wunderschön, und bin immer wieder überrascht, welche Kräfte die aufbringen wenn man sie mal an Land holen will.

Nach drei Stunden habe ich dann zusammengepackt und bin wieder heim gefahren. 

Ich freue mich auf den nächsten Ausflug ins Moor.

Methodisch im Wehl

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Da mich die Pre-Senile Bettflucht (und unsere drei Hunde) heute wieder um 06:00 Uhr aus der Molle getrieben haben und die Wettervorhersage für den Vormittag noch durchaus positiv war, habe ich meinen Kram gepackt und bin mal wieder ans Wehl nach Barsfleth gefahren. Am Morgen war der Ostwind kaum zu spüren, erst Richtung Mittag sollte er auffrischen. Weil ich nicht zwischendurch ummontieren wollte habe ich wieder direkt auf die Quivertips gesetzt: Eine 3-Unzen Spitze auf der Tudor Supreme, und eine 1-unzige auf der Swing Tip Ledger. Ich wollte es dieses Mal mit zwei Futterplätzen probieren, einmal explizit mit dem Swimfeeder, einmal mit dem Method Körbchen.

Nachdem alles vorbereitet war, habe ich von der Method-Mischung 4 Mandarinengroße Kugeln mit der Futterschleuder ausgebracht und ziemlich zentral in der Mitte das Methodkörbchen platziert. 

 

Das Methodklümpchen habe ich in relativ weiter Entfernung kurz vor der rechtsliegenden Uferkante platziert, in etwa dort, wo die Schilfbüschel aus dem Wasser ragen (links von dem weißen "Rohr"). Der Swimfeder kam eher im Nahbereich zum Einsatz aber auch kurz vor der Uferkante, vielleicht so 3 bis 4 Meter vom Ufer entfernt.

So sieht ein fertig gemantschter Methodfeeder aus:

Ja, ich weiß, der ein oder andere wird jetzt wieder direkt "BLASPHEMIE!" brüllen, und noch das ein oder andere Ausrufezeichen dahinter setzen. Mir ist das egal. Ich fische auch Boilies an der Split Cane 😀 (der Spruch ist ja fast ein T-Shirt wert *überleg*).

Während sich am Swimfeeder die erste kleine Plötze austobte blieb der Haken mit der Kugel erstmal liegen. Aber dann, so ca. nach 45 Minuten, war es so weit, die Quiverspitze fing langsam an zu zittern, um dann ordentlich auszuschlagen. Rute hoch, sitzt. Ich habe mal versucht die Aktion der Rute im Bild festzuhalten. Bei der Verwendung von barbless Haken ist das immer etwas tricky, weil sobald der Zug von der Leine ist, jeder Kopfschüttler unweigerlich dazu führt, das der Fisch der Gewinner ist und sich vom Haken löst. Aber egal, fischen ist ja mehr als nur fangen :-).

In der Rute ist auf jeden Fall noch Luft, die dürfte auch mit einem Karpfen noch klarkommen:

Zum Vorschein kam eine schöne Bräse, mein erster Fisch auf diese Montage *doppelfreu*

Wie man sieht war der Haken schon raus. Sobald der Fisch im Kescher ist und die Spannung aus der Schnur ist, fällt der Haken von ganz allein aus dem Maul. Barbless ist schon toll!

Während ich die Bräse noch drille macht sich die zweite Rute bemerkbar, da das aber nur nach dem typischen "brrrrrrrrt" Schnellzittern einer Kleinplötze aussah habe ich erst einmal in Ruhe die Bräse an Land geholt. Und in dem Moment, in dem ich sie im Setzkescher habe, knallt mir die Swingtip Ledger Rute vom Rutenständer Richtung Wasser. Ich habe sie direkt zu greifen bekommen, Spitze hoch, Volllast, kurzer Zug in die Bremse, und *schmack* war der Zug auch wieder runter. Ich nehme an, ein Hecht hat sich das trommelnde Rotauge gegriffen, dem hatte das 0.18er Vorfach am 14er Tubertini natürlich nichts entgegenzuhalten. Das Vorfach war auch so vielleicht 5 bis 8 cm vor dem Haken sauber durchtrennt, einen Fehler so mitten im Material schließe ich jetzt mal aus. Egal, gut zu wissen, das da doch noch der ein oder andere Räuber im Becken ist.

Also beide Montagen wieder ausgebracht. Wieder eine halbe Stunde später wiederholte sich das Ritual an der Tudor mit einem etwas kleinern Vertreter seiner Art, am Swimfeeder blieb es danach bei Köderfischgröße.

In Summe ein sehr erfolgreicher Morgen, und endlich wurde das warten auf den Erfolg mit dem Methodfeeder mal belohnt.

 

Die größere hatte 2,4kg auf knapp 52cm, die kleinere habe ich nicht mehr vermessen.

So um 11:30 Uhr habe ich dann zufrieden zusammengepackt und bin zum frühstücken heim gefahren.

 

Köderfische gesucht

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Da ich durch das Lesen von einigen Artikeln wieder Lust bekommen habe, mit der treibenden Pose und einem toten Köderfisch den Au-Räubern nachzustellen hat mir ein Blick in den Freezer eröffnet, dass es Zeit wird, neue Köderfische zu besorgen. Da man sich sowas nur im Notfall kauft habe ich mir schon beim morgendlichen 6 km Lauf gedacht, wo ich hinfahren werde. Kleine Plötzen gibt es da reichlich, wenn man einmal einen Trupp gefunden hat. Aber mehr wie zwei Platzwechsel sind selten notwendig.

Also ging es gestern los an die Südermiele zwischen Meldorf und Hesel. Ich habe mir einen Platz gesucht, der etwas weiter entfernt von der Parkmöglichkeit liegt, da steigen die Chancen, dass eine Stelle nicht überangelt wird, enorm. 

Das ist schon schön da. Als Gerät habe ich mich für eine 10,5 ft Milbro "The Prefect" entschieden, gebaut in Schottland, mit einer Seriennummer von knapp unter 400. 

Komplettiert wurde das mit deiner kleinen Pin aus dem Hause J. W. Young & Sons, einer Trudex. Ich fische die kleine sehr gerne. Zum einen kann man den Ratschenmechanismus beim landen und abhaken perfekt mit der rechten Hand bedienen, zum anderen ist die Laufeigenschaft auch bei feiner Pose enorm (leider habe ich etwas verwackelt…).

Wassertiefe sucht man an der Au vergeblich, d. h. eine lange Bleikette ist nicht drin. Bei 30 bis 40cm Wassertiefe gehen nur wenige Schrote auf die Montage. Dieses Mal habe ich mich für einen Cane Stick der Größe 5 No. 8 entschieden. Eigentlich wollte ich 3 No. 8 fischen, habe aber leider die No. 8 Schrote daheim vergessen, also die größere Variante mit zwei No. 6 Schrotbleien. 18er Tubertini S808 barbless am 0,12er Vorfach, eine Made auf den Haken, und los geht's.

Mit einer kleinen Handvoll Maden angefüttert dauerte es nicht lang, bis der erste Bursche sich für den Hakenköder interessiert hat. Die perfekte Größe für die Au-Hechte.

Und da ich dieses Mal den Trupp gleich am ersten Platz gefunden habe, musste ich gar nicht weiter umziehen. Nach knapp 1,5 Stunden hatte ich den Vorrat erstmal zusammen, um einige Male an den tieferen Stellen der Au zu schauen, ob ein Räuber Lust auf eine leckere Mieleplötze hat.

Rolling Home

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Die Wohnwagensaison an der Ostsee ist ja seit dem 03.10. zu Ende, also haben wir unseren schönen Lord Münsterland Caravan ja wieder vor der Haustür stehen. Da steht er gut, aber besonders am Wochenende gibt es bessere Plätze. Und man muss gar nicht so weit fahren: Der Meldorfer Speicherkoog liegt schließlich fast vor der Haustür.

Also haben wir am Samstag früh etwas zu Essen eingepackt, die Katzennäpfe zum überlaufen gebracht, und sind mit den Hunden an den Rand des Speicherbeckens gefahren. Am Samstag war so gut wie kein Wind, darum war auch nur ein Surfer unterwegs, der über den Teich zuckelte. Also habe ich meine Schwingspitzencombo ausgebracht, und nebenher noch die Silstar mit einer 2oz Feederspitze bestückt

An der Silstar gab es Dendros, an der Schwinge zwei Maden am 16er Haken. Für die Würmer hat sich niemand interessiert, auf die Maden gab es extrem spitze und vorsichtige Bisse, die selbst an der Schwinge kaum zu erkennen waren. Abhilfe hat es gebracht, als ich eine Made vollständig auf den Hakenschenlkel aufgezogen, und die andere normal angeboten habe. Dann wurde der Köder richtig genommen.

Zum Vorschein kamen ganz ordentliche Plötzen, ich mag die Burschen einfach

Bei diesen beiden sollte es an dem Tag aber bleiben, dazu gab es noch eine der obligatorischen Wollhandkrabben.

So langsam setzte die Abenddämmerung ein, und es wurde ruhig am Koog.

Dieses Mal hatte ich so gut wie gar keinen Heimweg, denn unser LMC wartete ja bereits auf mich. Die Maus hat die Zeit genutzt und im Wägelchen einen leckeren Eintopf zubereitet, und bei einem köstlichen Mahl ließen wir den Tag direkt am Wasser ausklingen.

Am Sonntag haben wir erstmal richtig ausgeschlafen und bis 10:00 Uhr in den Federn gelegen. Dann gab es ein Käffchen und eine kleine Obstschale, die Vierfüße wurden kurz geleert, und dann habe ich mich wieder ans Wasser gesetzt. Als Futter kam heute mal das System Lock "Karpfen / Schleie" von Balzer zum Einsatz. Es ist zum Feedern eigentlich nicht so perfekt, da es recht grobkörnig ist. Ich hatte die Tüte zum testen vom Angelspezi-Heide bekommen, und hatte nix anderes dabei.

Vor dem sieben sah es so aus:

Nach dem sieben waren die ganz groben Bestandteile dann raus. Ich muss das Futter unbedingt nochmal beim trotten an der Au probieren, ich glaube, die Alande müssten ganz rallig davon werden.

Also angemischt, und wenn man es nicht mit aller Kraft in das Körbchen drückt, flockte aus nach dem Einwerfen auch schön aus dem Korb. Also wieder die beiden Ruten fertig gemacht, und auch die Swingtip dieses mal mit der 2oz Quivertip ausgestattet. Wieder einen Wurm an der Silstar, und heute mal mit einem 4er Madenbündel am 12er Haken an der Quivertip.

Und bereits nach wenigen Minuten zuckte die Spitze der Silstar. Ein weiteres Rotauge so um die 400g hatte sich den Wurm gegriffen. Davon kamen noch zwei weitere dazu, ein kleines, zwei junge Alande so um die 30cm, und drei oder vier Wollhandkrabben.

Da der Wind spürbar augefrischt hatte trudelten immer mehr Windsurfer ein, und nutzten den herrlichen Sonnentag um nochmal über die Wellen zu flitzen. Leider waren auch zwei sehr unhöfliche Gäste aus Stade am Wasser, die zwar in ausreichend Abstand von meinem Platz ihre Geräte aufbauten, aber dann mit vollem Programm genau über meinen Futterplatz gerauscht sind um in Fahrt zu kommen. Natürlich nahmen sie diesen Weg auch, um zur Stullenpause wieder an Land zu kommen, exakt über meine Futterstelle. Bei knapp 1,50m Wassertiefe hat man da keine Chance, selbst die verfressenste Plötze sucht da schnell das Weite.

Ich war aber viel zu entspannt um da jetzt ein Faß aufzumachen, hätte bei den beiden sowieso nix genutzt, ich hätte mich nur reingesteigert. Also habe ich zusammengepackt, wir haben den LMC reisefertig gemacht, und saßen 10 Minuten später daheim auf der Couch.

Alles in allem ein gelungener Kurzurlaub, der in kürzester Zeit die Akkus wieder voll macht.

 

 

New School

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Man kann ja nicht immer nur mit Ruten und Rollen aus den 60ern, 70ern und 80ern fischen, ab und zu muss auch mal was feines, neues ins Haus.

Mein Freund Stephan vom Angelspezi-Heide hatte da was ganz tolles für mich: Eine Rive Matchrute in 4,80m Länge. Meine 14-füßige Fox ist zwar schon ganz nett, aber da mir der Spitzenring inkl. einiger Zentimeter Blank verlustig gegangen ist, und ich eh mal was etwas längeres ausprobieren wollte, musste jetzt mal direkt was noch längeres einziehen. Also habe ich gestern zum ersten Mal am Wasser diese Schönheit ausgepackt:

Ganz feines Gerät das! Saubere Wicklungen, der Kork ist auch sehr fein gearbeitet, auch die Beschriftung kommt sehr fein daher. Die dreiteilige Rute ist angegeben für Wurfgewichte von 6 bis 25g, und hat einen sehr feinen Blank. Didier Delannoy hat seinen Namen da wirklich für ein feines Teil hergegeben. Mit ihrerer Transportlänge von 1,70m wird die Gerte in einer stabilen Röhre geliefert, die Rute selbst ist nochmal in einem feinen Futteral eingeschlagen.

 

Für den klassischen Ansitz mit Waggler und Co. ist noch eine Browning Matchrolle dazugekommen, dazu aber an anderer Stelle mehr. Da ich gestern mal wieder mit Brot an die Au wollte musste standesgemäß die Kingpin aufgesattelt werden.

Passt!

Die Rute ist aufgrund der Länge selbstverständlich etwas Kopflastig, da ich da ja keine 5000er Feederrolle draufschnallen werde. Durch den schön langen Reargrip lässt sich die Rute beim trotten aber sehr gut unter dem Oberarm fixieren. Das Gewicht von 245g ist echt ein Traum, das geht sicher auch über mehrere Stunden gut ohne dass man sich da einen Wolf buckelt.

Gestern war zwar sehr viel Wasser in der Au, aber die Schleuse war wohl dicht, daher gab es am Anfang erst einmal überhaupt keine Strömung. Nun denn, an Stelle des Brotes einige Maden ins Wasser, zwei auf den Haken, und ab damit. Der 4×4 Alloy Stick ließ sich sehr gut rausschlenzen, mal sehen, wie das bei dieser großen Anzahl an Ringen (17 meine ich) mit leichteren Sticks funktioniert.

Schon nach wenigen Minuten konnte ich diesen kleinen Kämpfer rausheben, viele weitere in der Kategorie sollten folgen.

Unterschiedliche Tiefeneinstellungen sind bei knapp 1m Wassersäule jetzt nicht drin, darum zuppelte ich einfach weiter Plötz um Plötz aus dem Wasser, war ein sehr kurzweiliges fischen. Auch Fische dieser Größe machen echt Spaß an der Rute. Sie gibt sehr schön nach, ist absolut kein Brett. Da nach einiger Zeit auch die Tore Richtung Nordsee geöffnet wurden kam eine leichte Strömung auf. Ich habe also mal einige Zeit mit Brotflocke geangelt, in der Hoffnung, dass mal ein Aland einsteigt. Aber es gingen weiter nur Plötzen an das Brot, und saugten es sich vom Haken runter. Also nochmal umgesattelt auf Made, und etwas tiefer gestellt, so dass die beiden Maden am 14er Tubertine S808 ganz leicht über den Grund schleifen. 

Nach einiger Zeit tauchte der Stick dann weg, und die Rute wurde mal etwas in Anspruch genommen. Ich habe mal versucht, die Biegekurve im Drill festzuhalten.

 

Ist jetzt kein Meisterfoto, aber zeigt die Spitzenaktion, und dass da noch einiges an Reserve drin steckt. Hintergrund dieser Aktion war dieser kleine Schleimer, der sich dann mal kurz in den Kescher gelegt hat.

 

Das packt die Rute absolut locker weg, das "strong" passt hier auf jeden Fall. Aber sie ist eben auch nicht zu strong. Ich habe ja hier (leider) nicht mit Barben oder größeren Döbeln zu rechnen, mit den Au-typischen Alanden und Bräsen wird diese Rute aber garantiert keine Probleme bekommen, und auch mal einen Satzkarpfen oder eine Schlei hervorbringen. Und sollte mal eine Meerforelle beim aufsteigen Hunger bekommen mache ich mir da auch keinen Kopp, wird garantiert ein lustiger Tanz.

Wer also auf der Suche nach einer langen Matchrute ist, die sowohl bei kleinen als auch bei größeren Weißfischen richtig Spaß macht, scheint mit der Rive R744 eine gute Möglichkeit zu haben. Waren jetzt zwar nur zwei Stunden gestern, aber ich denke, der erste Eindruck wird sich bei weiteren Einsätzen verfestigen und bestätigen.

 

 

 

Wiederholungstäter

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Nach dem großen Erfolg am Samstag habe ich das Oster-Wochenende genutzt, um mal etwas zu experimentieren. Am Ostersonntag sind dabei ungefähr 2Kg Weißfische rumgekommen, schöne Plötzen und ein oder zwei kleinere Brassen. Gestern wollte ich dann nochmal das Rezept vom Samstag probieren. Da man Schleie ja nur ganz früh am Morgen oder spät am Abend in der Dämmerung fangen kann war ich unsicher: Früh aufstehen, oder abends länger machen? Zum frühen aufstehen konnte ich mich nicht durchringen. Also gemütlich bis 9 gepennt, etwas rumgedaddelt, und so gegen 11 mal mit der Frau auf den Meldorfer Innenstadtflohmarkt gegangen. Da war es mir dann aber zu voll, kann ich nicht mehr gut mit um, mit so vielen Leuten. Also dem Schatz noch einen Kuss gegeben, und einfach ins Moor gefahren, auch wenn die Zeit nicht dem Plan entsprach.

So gegen 14:00 Uhr war dann alles aufgebaut. Gefischt wurde wieder mit der Schwingspitze und der John Wilson Matche.

An der Schwinge wieder mit zwei Maden am 16er Tubertini S808 (barbless) und kleinem Körbchen, an der Matche ein kleines Wurmbündel am 10er Wurmhaken unter einem Straight Waggler (3gr) leicht überbleit auf dem Grund abgelegt. An der Rute sah der Köder übrigens am Ende genau so unberührt aus, wie am Anfang. Um den Waggler herum habe ich zwei oder drei Handvoll fertige Partikelköder mit der Futterzwille verteilt.

Im Körbchen wieder die Erfolgsmischung, die mir mein Freund Georg vom Angelspezi-Heide mal zusammengestellt hat. Ich weiß übrigens gar nicht, wie ich so lange ohne ein Sieb und einen vernünftigen Eimer ausgekommen bin. Es ist wirklich unglaublich, wieviel besser das Futter wird, wenn es nicht einfach in einem alten Farbeimer zusammengekippt wird. Ein Super Set ist z. B. dieses hier. Mit dem passenden Sieb dabei ist ratz, fatz eine vernünftige Konsistenz zusammen gemischt. 

Zwei Stunden lang hat sich gar nix bewegt, dann hat endlich die Schwinge gezuckt. Rute hoch, Fisch hängt. Die nächste Tinca für die Statistik *dollfreu*.

42cm / 1Kg

Wieder rein mit dem Köder, und wieder tat sich erstmal gar nix. Komisch, dass sich noch nichtmal kleine Plötzen einstellen. Beim nächsten Zucken in der Spitze und dem hochnehmen der Rute wusste ich gleich, "die ist noch besser". Das es wieder eine Schleie war habe ich mir sofort gedacht, aber die hat ordentlich gezickt bis sie endlich im Kescher war.

47cm, 1,5kg

Yeah, Baby! So macht das Spaß 🙂

Eigentlich wollte ich ja in die Dämmerung reinfischen, aber nach diesem Erfolg habe ich dann kurz danach hochzufrieden zusammen gepackt. Was soll denn in der Dämmerung da noch besser werden? 😉

Links:

Nach ganz schön kalt

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Immerhin hatte es heute tagsüber 7°C, da muss man doch raus!

Gestern wollte ich in der Süderau auf Aland los, und es kamen auch zwei Kollegen (1,3Kg und 1Kg) kurz auf einen Schnack vorbei. Heute wollte ich mal wieder Plötzen sehen.

Also ab an die Südermiele, Höhe Hesel. Dort dürfte sich das Wasser aufgrund der nicht vorhandenen Tiefe (vielleicht 40cm) schon etwas aufgewärmt haben. So der Plan.

 

Unter den Augen des Doms

 

Aber es sollte erst am dritten Platz klappen.Dort ging es dann aber kurzfristig sehr gut. Ein gutes Dutzend Silberlinge fand den Weg zu mir. So ziemlich alle in etwa in dieser Größe:

Aber nach knapp einer Stunde war der Spuk dann wieder vorbei, es tat sich rein gar nix mehr. Aber es war trotzdem toll draussen gewesen zu sein, und den Zielfisch gefangen zu haben. Was will man mehr…?

Die B&W entwickelt sich übrigens zu meiner absoluten Liebligsgerte. Mit 12ft für dieses Austück einfach perfekt um den Stick auf der gesamten Breite anbieten zu können.

Müh- aber Erholsam

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Gestern war es endlich so weit, endlich mal wieder mit guten Kumpels gemeinsam den Friedfischen nachstellen. Wie immer waren alle außer mir mit Feeder-Ruten unterwegs und ich mit der Matchrute.

Es ging an die Eider im Hennstedter Bereich. Der Wind aus Nort-Nordwest kam ziemlich fies von der Seite, und mit einer stetigen bft3 und ab und an mal stärkeren Böen hat der noch ordentlich gebissen. Aber für 1,5 Stunden war auch mal die pure Sonne am strahleblauen Himmel, allein dafür hat sich das frühe aufstehen gelohnt.

Zum ersten Mal habe ich nun auch neben der Match einen Boilie ins Wasser geworfen. Frisst ja kein Brot, drei Ruten sind erlaubt. Also einen Fluo PopUp am fest montierten Method-Feeder rausgeworfen, das Ü-Ei in den Piepser gehängt und einfach liegen gelassen. Aber da hat sich kein Interessent für gefunden, war eigentlich auch so zu erwarten.

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Es hat sich dann später zugezogen und der Wind hat noch etwas gedreht, aber bis dahin war ich eingeworfen und die ersten Plötzen sind auf dem Futterplatz gewesen. Aber alles echt nur Kleinfisch, ich hatte in Summe am Schluß 7 Rotaugen die an den Maden nicht vorbeigekommen sind.

Die Spitze vom Waggler ist leider nicht zu erkennen 🙂

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Die Feeder-Fraktion war da erfolgreicher: Einge Brassen bis an die 800g, schöne Rotaugen und sogar Rotfedern gingen dort an den Haken.

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Für mich war es der erste Ansitz an der Eider, aber bestimmt nicht der letze.