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Methodisch im Wehl

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Da mich die Pre-Senile Bettflucht (und unsere drei Hunde) heute wieder um 06:00 Uhr aus der Molle getrieben haben und die Wettervorhersage für den Vormittag noch durchaus positiv war, habe ich meinen Kram gepackt und bin mal wieder ans Wehl nach Barsfleth gefahren. Am Morgen war der Ostwind kaum zu spüren, erst Richtung Mittag sollte er auffrischen. Weil ich nicht zwischendurch ummontieren wollte habe ich wieder direkt auf die Quivertips gesetzt: Eine 3-Unzen Spitze auf der Tudor Supreme, und eine 1-unzige auf der Swing Tip Ledger. Ich wollte es dieses Mal mit zwei Futterplätzen probieren, einmal explizit mit dem Swimfeeder, einmal mit dem Method Körbchen.

Nachdem alles vorbereitet war, habe ich von der Method-Mischung 4 Mandarinengroße Kugeln mit der Futterschleuder ausgebracht und ziemlich zentral in der Mitte das Methodkörbchen platziert. 

 

Das Methodklümpchen habe ich in relativ weiter Entfernung kurz vor der rechtsliegenden Uferkante platziert, in etwa dort, wo die Schilfbüschel aus dem Wasser ragen (links von dem weißen "Rohr"). Der Swimfeder kam eher im Nahbereich zum Einsatz aber auch kurz vor der Uferkante, vielleicht so 3 bis 4 Meter vom Ufer entfernt.

So sieht ein fertig gemantschter Methodfeeder aus:

Ja, ich weiß, der ein oder andere wird jetzt wieder direkt "BLASPHEMIE!" brüllen, und noch das ein oder andere Ausrufezeichen dahinter setzen. Mir ist das egal. Ich fische auch Boilies an der Split Cane 😀 (der Spruch ist ja fast ein T-Shirt wert *überleg*).

Während sich am Swimfeeder die erste kleine Plötze austobte blieb der Haken mit der Kugel erstmal liegen. Aber dann, so ca. nach 45 Minuten, war es so weit, die Quiverspitze fing langsam an zu zittern, um dann ordentlich auszuschlagen. Rute hoch, sitzt. Ich habe mal versucht die Aktion der Rute im Bild festzuhalten. Bei der Verwendung von barbless Haken ist das immer etwas tricky, weil sobald der Zug von der Leine ist, jeder Kopfschüttler unweigerlich dazu führt, das der Fisch der Gewinner ist und sich vom Haken löst. Aber egal, fischen ist ja mehr als nur fangen :-).

In der Rute ist auf jeden Fall noch Luft, die dürfte auch mit einem Karpfen noch klarkommen:

Zum Vorschein kam eine schöne Bräse, mein erster Fisch auf diese Montage *doppelfreu*

Wie man sieht war der Haken schon raus. Sobald der Fisch im Kescher ist und die Spannung aus der Schnur ist, fällt der Haken von ganz allein aus dem Maul. Barbless ist schon toll!

Während ich die Bräse noch drille macht sich die zweite Rute bemerkbar, da das aber nur nach dem typischen "brrrrrrrrt" Schnellzittern einer Kleinplötze aussah habe ich erst einmal in Ruhe die Bräse an Land geholt. Und in dem Moment, in dem ich sie im Setzkescher habe, knallt mir die Swingtip Ledger Rute vom Rutenständer Richtung Wasser. Ich habe sie direkt zu greifen bekommen, Spitze hoch, Volllast, kurzer Zug in die Bremse, und *schmack* war der Zug auch wieder runter. Ich nehme an, ein Hecht hat sich das trommelnde Rotauge gegriffen, dem hatte das 0.18er Vorfach am 14er Tubertini natürlich nichts entgegenzuhalten. Das Vorfach war auch so vielleicht 5 bis 8 cm vor dem Haken sauber durchtrennt, einen Fehler so mitten im Material schließe ich jetzt mal aus. Egal, gut zu wissen, das da doch noch der ein oder andere Räuber im Becken ist.

Also beide Montagen wieder ausgebracht. Wieder eine halbe Stunde später wiederholte sich das Ritual an der Tudor mit einem etwas kleinern Vertreter seiner Art, am Swimfeeder blieb es danach bei Köderfischgröße.

In Summe ein sehr erfolgreicher Morgen, und endlich wurde das warten auf den Erfolg mit dem Methodfeeder mal belohnt.

 

Die größere hatte 2,4kg auf knapp 52cm, die kleinere habe ich nicht mehr vermessen.

So um 11:30 Uhr habe ich dann zufrieden zusammengepackt und bin zum frühstücken heim gefahren.

 

Frühsommer

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Lange ist es her seit der letzten Meldung, aber irgendwie fehlte mir (mal wieder 🙂 ) die Motivation. Ich werde wohl nie der Welt fleißigster Blogschreiber. Egal!

Gestern ging es mal wieder ins Vereinsmoor nach Sarzbüttel. Einfach eine schöne Ecke, auch wenn im großen Loch nur wenige Parzellen von unserem Verein aus befischt werden dürfen. Aber trotzdem: Es ist herrlich ruhig dort, man hört eigentlich nix anderes als Vogelgebölk und Gansgeschnatter. Nach dem Frühstückskaffee ging es also los. Zwei Ruten und alles was dazugehört ins Auto und ab in die Wildnis.

Aufgrund der recht kräftigen Windböen habe ich mich gestern mal für eine Doppelspitze entschieden, und an beiden Ruten eine Quiverspitze montiert. An der etwas längern Tudor Supreme habe ich einen 15 g Method Feeder mit 8mm Ananas Boilie gefischt, an der Swing Tip Ledger einen normalen 15 g Swimmfeeder mit drei Maden, beide Montagen waren mit einem 14er Tubertini S808 Barbless bestückt.

Futter gemacht, Ruten montiert, und ab ins Wasser mit dem Zeug.

 

Dann hieß es erst einmal warten bis zum ersten Zupfer. Das sollte auch fast zwei Stunden dauern, aber zum Glück ist im Moor so viel Viehzeug unterwegs, das es einem dort nicht so schnell langweilig wird. Dieses mal war neben den obligatorischen Gänsen auch ein Vierfüßer unterwegs um die leicht zweistelligen Temperaturen zu genießen (es geht nicht um den PKW!).

Dann war es endlich so weit, die weiße Spitze schlug aus, Rute hoch und ab dafür. Der Tag sollte mit einer schicken Bräse beginnen. 62 cm und gute 3,5 kg brachte der Brocken mit, zum Glück hat die Rovic Rolle eine fein justierbare Bremse. Mein Dinsmores Panhead hat so gerade noch ausgereicht, aber da die Fische bei uns jetzt nicht mehr so viel größer werden, sollte der erstmal noch ausreichen.

 

Aber Bräsen wollte ich ja eigentlich nicht, der Sinn stand mir mehr nach einer schönen Schleie. Also direkt wieder frische Maden auf den Haken und los gehts. Es gingen noch weitere kleiner Geschwister der Bräse an den Haken, ich meine so 5 oder 6 Stück, alle kleiner, so zwischen 30 und 40cm. 

Dann kam eine kurze Beißpause von vielleicht 45 Minuten. Ich war schon am überlegen, ob ich den Tag ausklingen lassen sollte, da fing die Spitze wieder fein an auszuschlagen. Der Anhieb saß, und in den Kescher kam dann auch der Zielfisch des Tages. Mit 42 cm kein Riese, aber makellos.

Eine halbe Stunde lang hielten mich die kleinen Bräsen etwas auf Trab, danach habe ich es dann aber auch gut sein lassen, habe zusammengepackt und mich auf den Heimweg gemacht.

Am Boilie hatte niemand Interesse, das werde ich aber nicht aufgeben.