Auszeit

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Gestern war es endlich soweit. Ich war schon die ganze Woche zappelig, weil ich mich so sehr auf diesen Ausflug gefreut habt. Dirk und Tim haben mich zu einer ganz besonderen Ausfahrt eingeladen, dem Wrackangeln auf der Ostsee. Und darauf war ich heiß wie Frittenfett.

Die Wettervorhersage für den Tag wurde seit Montag beäugt und stündlich besser, und da ich am Samstag morgen auch ohne Wecker "sehr zeitig" wach geworden bin, war ich bereits eine gute Stunde vor der vereinbarten Zeit am Treffpunkt, dem Olympiahafen in Kiel-Schilksee.

Also das Auto ausgeladen, den Kram geschultert und ab Richtung Hafen.

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Da lang geht es zum Wasser.

Der Olympiahafen ist eine tolle Anlage. Ca 850 Boote haben dort ihren Liegeplatz, wie der kurze Schnack mit einem Mitarbeiter der DGzRS ergab. Dort liegen alle möglichen Boote, von der kleinen Anca bis hin zu Hochseetauglichen Yachten alles dabei.

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Und dann kamen auch schon Dirk und Tim. Während Tim das Boot vom Liegeplatz holte, haben Dirk und ich unseren Kram schonmal auf den Steg transportiert.

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Und da kam dann auch schon Tim angetuckert, um uns einzusammeln.

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Schnell wurde alles eingeladen, Reinhard stellte sich ebenfalls pünktlich ein und und dann konnte es auch schon losgehen. Bei Kaiserwetter verließen wir den Hafen und machten uns auf die Fahrt an das erste Wrack.

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Kaum angekommen, waren alle schon gierig darauf, die Köder ins Wasser zu bekommen. Und es passierte, was passieren musste: Während Tim bereits nach dem ersten Wurf den ersten Dorsch drillte, habe ich ebenfalls ausgeworfen. Und bereits nach zwei oder drei Hüpfern am Grund stieg auch bei mir einer ein. Sowas habe ich bisher noch nicht erlebt. Der Kollege machte auch ordentlich Druck, es macht einfach Spaß sich mit diesen Burschen anzulegen.

Knapp über 70cm zeigte die Messlatte für diesen See-Leoparden

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Nur kurze Zeit später konnte auch Reinhard sich mit einem Prachtexemplar von knapp über 60cm entschneidern.

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Hier mal die Erfolgsmontage von Reinhard

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Reinhard und Dirk beim Grund abklopfen.

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Der Skipper und sein Azubi beim Platzwechsel auf der Suche nach dem Fisch 🙂

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Als einen Top-Köder durfte ich den Wasabi in 50g kennenlernen. Dieser Octopuss-artige Köder brachte einiges an Fisch nach oben wenn auf Gummi gerade mal nix ging. Angereichert mit Beifängern eine Macht auf Dorsch!

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Das Tolle auf der Ostsee ist einfach, dass man auch um sich rum wunderbare Wassergefährte sehen kann. Nicht nur fette Tanker und Containerpötte sondern auch solche Schönheiten kreuzen da rum:

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Sobald man anfängt den gefangenen Fisch zu versorgen, stellen sich die ersten Spotgeier ein und beäugen alles sehr kritisch. Lohnt sich auch meistens für sie, und nach wenigen Minuten schwirrt es um einen herum wie auf einem Fischkutter.

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Aber nicht nur langsame Wasserfahrzeuge sind dort auf Reisen. Auf dem Rückweg Richtung Hafen kreuzte noch so ein Wellenreiter unsere Bahn:

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Nachdem wir genug Dorsch auf Eis liegen hatten, machten wir uns noch auf die Suche nach einer sehr begehrten Gattung Fisch: Der Makrele. Da diese sich zur Zeit nur zu sehr kleinen Schwärmen zusammen finden, musste es immer schnell gehen. Der Skipper fährt die markanten Plätze ab, und sobald er einen Schwarm auf dem Echo hat, heisst es "runter lassen". Man lässt das System einfach ab und hofft auf den Einschlag. Und die Einschläge kamen. Und anscheinend sind die Ostseebewohner auch gerne mal in gemischten Gruppen unterwegs, denn neben den Makrelen gingen auch Heringe und Wittlinge ans Band. Für mich das erste Mal, dass ich diese Fische beangeln und fangen konnte. Beeindruckend ist die Kraft, die Makrelen an den Tag legen. Dirk hatte eine "Triplette" am System und war am Strahlen wie ein Schneekönig. Kaum waren die Fische an Board war der Schwarm aber auch schon wieder weg und man musste suchend weitertuckern. Aufgrund dieser Aufregung habe ich es total vergessen, von diesen Fischen einige Bilder zu machen, ich Depp. Wird nachgeholt 🙂

Am Ende ging es dann wieder Richtung Olympiahafen.

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Schnell wurde das Boot entladen und gereinigt, und dann habe ich mich auch schon auf den Weg Richtung Dithmarschen machen können. Zufrieden nach einem Wahnsinns Tag und die Kühltasche voll mit leckerem Fisch ging es noch einmal quer durch Schleswig-Holstein.

Dieser Tag war wieder ein Beweis dafür, dass es die richtige Entscheidung war, in diese wunderschöne Landschaft zu ziehen.

 

Lust auf so einen Tag bekommen? Kein Problem!

Tim bietet auf seinem Traumschiff Ausfahrten an. Das Boot ist ausgestattet mit modernster Technik, und es ist einfach unglaublich, mit welchem Ehrgeiz dieser Skipper seine Gäste zum Fisch führt. Er ist erst dann zufrieden, wenn alle Mitfahrer das Grinsen nicht mehr aus den Wangen bekommen. Er hat sich dafür in den letzten Jahren eine Menge an Hot-Spots erangelt, die er je nach Witterung anfährt. Auch größere Wegstrecken sind mit den 100PS im Rücken schnell überbrückt.

Jedem, der mal einen Tag wirklich runter kommen möchte, und der sich im wahrsten Sinne des Wortes mal eine Auszeit gönnen möchte, kann ich nur empfehlen bei ihm einen Tag zu buchen. Es ist eben ganz was anderes mit weiteren 3 Angelbegeisterten gemeinsam den Fischen nachzustellen, als sich auf einem lauten und mit 40 Mann bepackten Angelkutter einen Platz erkämpfen zu müssen.

Eine Ausfahrt auf der Auszeit ist ein Kurzurlaub, Entspannung pur.

Mehr Informationen zu Tim, dem Boot und seinen Ausfahrten unter http://www.ostsee-angeltouren.de/

Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Tag, an dem ich mir wieder eine "Auszeit" nehmen werde 🙂

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